Das Blaumeisen-Milchflaschen-Phänomen

  • Das bekannteste Beispiel für ein morphogenetisches Feld ist das Blaumeisen-Milchflaschen-Phänomen.
    In Grossbritannien wurden vor dem Zweiten Weltkrieg Milchflaschen mit einem Aluminiumdeckel versehen. Eine Meisenart entwickelte schnell eine Technik, die Deckel zu öffnen,um an die Milch heranzukommen (die Flaschen wurden frühmorgens vor den Haustüren abgestellt). Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kam die Milch aus Kostengründen in Tüten, und die Meisen mussten sich wieder ihrer herkömmlichen Nahrungssuche widmen.
    Nach dem Krieg wurde die Produktion wieder auf Glasflaschen mit Aludeckeln umgestellt, und obwohl keiner der Vögel, die die Fertigkeit des Flaschenöffnens noch von der Vorkriegszeit hätte kennen können, mehr am Leben war, begannen die Meisen in ganz Grossbritannien sofort wieder die Deckel zu knacken - zeitgleich in den verschiedensten Regionen. Sheldrakes Schluss: die Vögel hatten das Deckelöffnen offenbar via morphogenetischem Feld gelernt.
    Menschen kriegen das ebenso hin. Man gab zwei Gruppen unabhängig voneinander ein altes und ein unveröffentlichtes Kreuzworträtsel. Die Gruppe mit dem älteren Rätsel füllte die Kästchen schneller aus, als die Gruppe mit dem neuen Rätsel. Die Gruppe mit dem alten Rätsel hatte also unbewusst Kontakt zu dem morphogenetischen Feld der Personen aufgenommen, die dieses Rätsel bereits gelöst hatten.


    Der Begriff wurde von dem britischen Biologen Rupert Sheldrake geprägt und bezeichnet eine der faszinierendsten und umstrittensten Theorien der modernen Biologie.
    Sheldrake geht davon aus, dass es einen unterbewussten Informationskanal für alle Wesen einer Spezies gibt - eine Art weltweites biologisches Informationssystem.


    Lesetipp: Rupert Sheldrake
    Der Siebte Sinn der Tiere



    Quelle: P.M. - Fragen & Antworten - 1/2003

  • Ich kenne da auch zwei Anekdötchen, eine von Sheldrake eine andere von unbekanntem Autor.
    Sheldrake macht in den siebzigern ein Experiment, wozu er sich drei Bilder besorgte, die in der höchsten Schwierigkeitsstufe der Erkennung von versteckten Mustern anzuordnen war. Sprich, Bilder die aussehen wie ein besoffener Picasso, aber bei genauerem Hinsehen (gewusst wo und wie) ein Muster offenbaren. In diesem speziellen Fall waren es Gesichter. Die Bilder zeigt er über einen englischen regionalen Sender, und machte daraus ein kleinen Wettbewerb. Das Ergebnis war ernüchternd. Nur sehr sehr wenige Menschen konnten überhaupt etwas mit den Bildern anfangen, und ein verschwindend geringe Zahl hatte erkannt was da so versteckt war. Er löste dann live auf, und zeigte den Menschen wo sich die GesAichter in den Bildern versteckten.
    Ein Jahr später reiste Sheldrake mit den Hick-Picassos nach Amerika und wiederholte das Experiment beim AmerikaRiesen ABC. Das Ergebnis, erstaunlich, über 40 Prozent (glaube ich mich zu erinnern) fanden mindestens ein Gesicht, und sieben oder acht Prozent alle drei.
    Das spricht nicht für die Intelligenz der Amerikaner, sondern eher für die Existenz eine unsichtbaren Netzes der Kommunikation, welches Wissen, das einmal dort 'deponiert' wurde, immer wieder 'abgerufen werden' konnte. Jedenfalls auf 'unbewusster Ebene', leider, so könnte man im Examen ja die Antworten schon schreiben, bevor der Professor einem die Fragen vor die Nase legt :grin:


    Ein anders Beispiel das ich in einem Buch über Kahuna-Magie gelesen habe, wurde von Affen berichtet, die auf irgendeiner kleinen Insel (Polynesien) gemeinsam mit einigen Menschen lebten und, das ist wichtig, diese Menschen bauten Kartoffeln an. Ab und an klaute der ein oder andere Affe eine Kartoffel, dann irgendwann waren es mehr, und es wurde beobachtet, dass ein Affe, nach dem Diebstahl nicht einfach Hals über Kopf die Flucht antrat, sondern schnurstracks Richtung Strand lief. Dort wurde dann beobachtet, wie er die Kartoffel im Meerwasser ab wusch um sie nachher zu verspeisen (Salzkartofflen - lecker). Es dauerte natürlich nicht lange, bis alle Affen dies so machten. Einige monate später begannen die Menschen auf einer 'Nachbarinsel' ebenfalls Kartoffeln anzubauen, und dann, als die Kartoffeln so weit reif zur Ernte waren kamen die Affen, klauten sich Kartoffeln, flüchteten an den Strand und wuschen ihre Kartoffeln und verspeisten wie ganz selbstverständlich ihre Salzkartoffeln.
    Dabei war kein Affe von der anderen Insel rüber gekommen, da in den sechzigern damals noch keine Schiffverbindung zwischen den Inseln bestand, die Affen also Kartoffeln nicht kannte, und keiner erzählen konnten, was zu tun ist und es war eine andere Art, der gleichen Rasse zwar, aber eine 'Unterart'.
    Tja, was denke ich gerade :grin: