Martin Millar - Kalix Werwölfin von London

  • Autor: Millar, Martin
    Titel: Kalix. Werwölfin von London
    Originaltitel: Lonely Werewolf Girl
    Erschienen: 10. Juni 2009
    Verlag: Fischer
    ISBN10: 3596184967
    ISBN13: 978-3596184965
    Seitenanzahl: 752


    Zum Inhalt:
    London: Werwolf Kalix MacRinnalch streift allein durch die Stadt. Sie hat ihren Vater, den Anführer des Werwolfclans, attackiert eine unverzeihliche Tat. Nun wird sie nicht nur von mörderischen Werwolfjägern verfolgt, sondern auch von ihren rachsüchtigen Verwandten. Kalix findet jedoch Unterschlupf bei den Studenten Daniel und Moonglow. Diese werden dadurch in einen Konflikt hineingezogen, der vom schottischen Hochland bis nach London reicht und noch ein paar Dimensionen weiter. Denn die Werwölfe rüsten sich zum Krieg um die Führung des Klans, und Kalix steht im Zentrum des Geschehens.


    Meine Meinung:
    Das Buch kam mir vor wie eine Seifenoper im Fernsehen. Eigentlich möchte es keiner so recht sehen, aber wissen wollen, wie es weitergeht schon...


    Ich kann nicht sagen, ob es am Schreibstil von Martin Millar liegt oder ob die Übersetzung so grausam war. Auf jeden Fall ist das Buch sehr einfach geschrieben - fast als ob ein Kind es verfasst hätte. Die ständigen Wiederholungen haben irgendwann auch nur noch genervt.


    Unsere Protagonistin Kalix hat scheinbar sämtliche Probleme dieser Welt angezogen und zu ihren eigenen gemacht. Da wären zum Beispiel: eine Lese-Rechtschreibschwäche, Depressionen, Essstörungen, Ritzen und Drogenmissbrauch. Mit der Treue scheint es in der Geschichte wohl keiner ganz genau zu nehmen und Gefühle kommen leider ein bisschen kurz. Darüber, wie die Feuerkönigin mit ihrer Nichte Vex umspringt, kann ich nur den Kopf schütteln. Aber für die Feuerkönigin habe ich eine kleine Schwäche entwickelt. Sie ist so herrlich melodramatisch.


    Aber alles in allem wäre etwas weniger wohl mehr gewesen und ich frage mich, was der Autor mit diesem Buch eigentlich ausdrücken wollte. Eine Kürzung um 250 Seiten hätte diesem Wälzer mit 750 Seiten sicherlich ganz gut getan. Aber immerhin hat mich Herr Millar bis zum Schluss mitgezogen und bei einer Fortsetzung würde ich auch ganz bestimmt nicht nein sagen. Schließlich muss ich doch wissen, wie es mit Kalix und Konsorten weitergeht.


    2 von 5 Sternen von mir!