Wulf Dorn - Trigger

  • Autor: Dorn, Wulf
    Titel: Trigger
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 2009
    ISBN 10: 3453434021
    ISBN 13: 978-3453434028
    Seitenanzahl: 432


    Inhalt:
    Elli, Psychologin in der Waldklinik übernimmt einen BIF- einen sogenannten Besonders interessanten Fall. Ihr Freund und Kollege Chris sind kurzfristig zu einer Reise angetreten und hat ihm das Versprechen gegeben sich um seine Patienten zu kümmern. Dort trifft sie auf eine namenlose unbekannte Frau, die schwerst misshandelt ist und die Elli vor den schwarzen Mann warnt. Elli bekommt einen Notfall dazwischen und als sie wieder auf die Station kommt ist die Patientin weg.

    Schlimmer noch, niemand will diese Patientin gesehen haben, es gibt noch nicht mal einen Hinweis in einer Krankenakte. Doch der schwarze Mann meldet sich bei Elli und ein grausames Spiel beginnt. Elli hat 2 Tage Zeit, um den schwarzen Mann zu erkennen und die namenlose Frau zu retten. Schon sehr schnell begreift sie, dass sie am besten niemand mehr in ihrem Umfeld trauen kann, und ist selber bald kurz vor dem Wahnsinn

    Meinung:
    Selten habe ich so einen genialen wie temporeichen Thriller gelesen. Der Leser wird mit psychischen Ängsten der Protagonistin Elli und der unbekannten Frau konfrontiert und sehr schnell wird der Leser selber beklemmende Angst spüren.



    Dieses Buch ist nichts für Opfer die mit Gewalt und Missbrauch Erfahrungen gemacht haben, ich möchte hier auch eindringlich vor warnen!


    Mein Herzschlag hat sich einige Male erhöht und hat auch bei mir unterbewusste Ängste hochgeholt, Wulf Dorn ist ein Meister in seinen Erzählstil.

    Der Leser hat das Vergnügen mit Elli den schwarzen Mann zu jagen und immer wenn man als Leser dachte, jawohl sie hat ihn, hat Dorn es geschafft den Leser wieder in eine andere verworrene Szene zu werfen. Bis ganz zum Schluss hält Dorn die Spannung und man will einfach wissen wer der Täter nun ist. Die Figuren sind anfangs sehr oberflächlich geschildert, und dies dient zum erhöhten Spannungsinhalt, doch nach und nach packt der Leser wie bei einen Geschenk die Lösungen aus, und wird trotzdem sehr überrascht vom Ende sein?

    Wulf Dorn, ein Muss für jeden Thriller-Liebhaber und diesen Namen muss man sich in Zukunft merken.

    Fazit:
    Wolf Dorn ist die deutsche Antwort auf Paul Cleave

  • Vielleicht weil ich auch mit Paul Cleave nicht all zu viel anfangen kann, hier meine - irgendwie total gegenteilige - "Empfindung" zu Wulf Dorns "Trigger":


    Eigentlich habe ich mir diesen „älteren“ Thriller von Wulf Dorn ausgesucht, weil er in vielen Rezis als sein bester erwähnt wird. Das kann ich jetzt für meinen Lesegeschmack nun leider gar nicht so untermauern.
    Mir war die Handlung zu zäh und den Charakteren fehlte irgendwie das nötige Lebendige, das der Autor eigentlich den Protagonisten in anderen seiner Romane recht gut einhaucht.

    So habe ich Seite um Seite zwar gelesen, aber gepackt oder berührt hat mich die Geschichte um die Psychiaterin Ellen Roth nicht wirklich. Ich finde, man hätte mehr aus dieser eigentlich recht guten Grundidee herausholen und auch viel mehr in die Tiefe gehen können. Gerade der Schauplatz, eine abgelegene Psychiatrie in mitten eines Waldes, hätte da doch genügend Stoff geboten.

    An dieser Stelle spricht, wohlgemerkt, der Thriller- bzw. Psychothriller-Liebhaber aus mir. Für zartbesaitetere Menschen kann „Trigger“ durchaus reichen, um gewisse Szenen ganz anders zu interpretieren und genau das Gegenteil von dem zu empfinden, was meine Meinung hier angeht.

    Ab einer gewissen Stelle war die weitere Handlung in meinen Augen auch ziemlich absehbar, so dass der große Überraschungsmoment am Ende ausblieb.

    Nun ja, was soll ich sagen …. „Trigger“ ist ein Thriller, den kann man lesen, muss es aber nicht unbedingt. Spätere „Werke“ des Autors, wie z. B. „Dunkler Wahn“ konnten mich da wesentlich mehr faszinieren und mit ihrer Spannung fesseln.

    „Trigger“ bekommt von mir 2 Sterne auf meiner persönlichen Bewertungsskala von maximal 5 Sternen.


    :**:

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen."

    Johann Wolfgang von Goethe