William Blatty - Der Exorzist

  • Autor: Blatty, William
    Titel: Der Exorzist
    Originaltitel: The exorcist
    Verlag: Bertelsmann
    Erschienen: 1974
    ASIN: B0027UN4E0
    Seitenanzahl: 333
    In dieser TB-Ausgabe noch erhältlich:


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    Klappentext:
    Das Grauen kam beinahe unbemerkt. In der Nacht hört die Schauspielerin Chris MacNeil ein Klopfen. Dumpf. Dröhnend. Rhythmisch. Wie ein unbekannter Code. Sie tritt auf den Flur hinaus. Das Klopfen scheint aus dem Zimmer ihrer Tochter Regan zu kommen. Was macht das Kind bloß? Das Klopfen wird unvermittelt lauter und schneller, bricht aber ab, als sie die Tür aufstößt. Leise tritt Chris an das Bett und beugt sich über das Kind. "Regan, bist du wach?" - Ruhiges Atmen ...


    Doch das ist nur der Anfang des Grauens. Zwei Tage darauf beginnen die unerklärlichen Anfälle, furchtbare Krämpfe, Nahrungsverweigerung, krasse Veränderung der Persönlichkeit. Im Haus hört man Poltern, Gegenstände verschwinden, ein mysteriöser Mord geschieht. Die Ärzte und Psychiater, die das Kind untersuchen, sind ebenso ratlos wie die Polizisten, die den Mord aufzuklären haben. Encephalogramm, Psychiatrierung, Prüfung der Reflexe - alles verläuft negativ.


    Das Kind ist bis zur Unkenntlichkeit verändert, äußert sich in Worten und Handlungen, die seiner kindlichen Seele nicht entspringen können. Hier ist alle ärztliche Kunst vergebens. In ihrer Verzweiflung wendet sich die Mutter an den Jesuitenpater Karras, Professor für Psychiatrie an der benachbarten Universität. Der Wissenschaftler Karras wehrt sich gegen das, was der Priester Karras ahnt. Schließlich bittet er die Kirche um Erlaubnis zum höchsten Wagnis: dem Exorzismus.


    Dämonologie mit all ihren Schrecken, Spannung, die sich bis zur Unerträglichkeit steigert ..." urteilt die amerikanische Presse über dieses ungewöhnliche Buch, das seit einem Jahr Spitzenseller in Amerika ist.


    Meine Meinung:
    Vom Film ist mir eigentlich nur die Szene von dem am Bett gefesselten Mädchen im Gedächtnis, wie der Dämon in ihr schreit und flucht.


    Beim Lesen habe ich auf diese Szene gewartet, fühlte mich gewappnet. Und doch - oder gerade deswegen war die ganze Vorgeschichte umso beängstigender. Dieses Wissen, dass das Schlimme immer schrecklicher wird, bis hin zum ultimativen Bösen ... es war fast nicht auszuhalten.



    Zitat


    Der Anfang des Grauens kam beinahe unbemerkt, flackerte auf wie explodierende, zum Verlöschen verurteilte Sonnen, nur vage wahrgenommen vom Auge des Blinden.


    So beginnt "Der Exorzist" und so "harmlos" stellt sich die Geschichte am Anfang dar. Sie scheint zuerst sogar ein bisschen öde. Doch von Seite zu Seite kriecht einem der Horror mehr und mehr unter die Haut, bis man am Ende dem Dämon in seine stinkende Fratze schaut.


    Angenehm überrascht war ich von Pater Karras. Er machte auf mich einen erstaunlich besonnenen Eindruck und handelt überlegt. Nachfragen, Recherchieren ob nicht doch eine Krankheit die Ursache für das sonderbare Benehmen von Regan ist das hätte ich von einem Geistlichen so nicht erwartet.
    (Na gut, ich wusste, dass er die Kleine nicht in eine Wanne mit Weihwasser schmeißt und schaut, ob sie untergeht oder nicht ... aber trotzdem )


    "Der Exorzist" von William Blatty ist auch nach 40 Jahren noch starker Tobak!


    Achja! Der Polizeiinspektor Kinderman mit seinem Gehabe ist auch ein ganz besonderer Charakter. Er könnte die Vorlage für Inspector Columbo sein ... oder umgekehrt ;-)



    ****

  • schließe mich Krimikatze an ...habe den Film vor dem Buch gesehen bzw. gelesen ..Knallharter Thiller mit besonderen Charaktären wie schon von Krimikatze beschrieben .
    Auch wer den Film kennt kann sich den Seiten des Buches nicht entziehen ..besser geschrieben als , als Film gedreht .
    Trotzdem sieht man Linda Blair in einer herrausragenden Rolle in dem Film ...


    einer der wenigen Bücher die fast gleich umgestzt wurden

    Wo kämen wir denn da hin ? wenn jeder sagen würde , wo kämen wir denn da hin und niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge


    Alle sagten " das geht nicht " bis einer kam der das nicht wusste