Frank Schätzing - Lautlos

  • Autor: Schätzing, Frank
    Titel: Lautlos
    Verlag: Der Hörverlag
    Erschienen: 2012
    ISBN 10: 3867178313
    ISBN 13: 978-3867178310
    Laufzeit: 22 Stunden 13 Minuten
    gelesen von Stefan Kaminski


    Taschenbuch 704 Seiten


    Zum Buch:
    Köln, im Juni 1999. Zum G8-Wirtschaftsgipfel werden zahlreiche hochrangige Politiker erwartet, die über die Zukunft des Kosovo verhandeln sollen. Als der irische Physiker und Bestsellerautor Dr. Liam O'Connor einen alten Bekannten, einen IRA-Aktivisten, erkennt, gibt er seinem Gefühl nach und verfolgt den Mann. Kurze Zeit später wird dieser erschossen aufgefunden. O'Connor erkennt, dass eine Verschwörung im Gange ist. Schon bald weiß er nicht mehr, wer Freund und wer Feind ist...


    Meine Meinung:
    Wer, wie ich, der Meinung ist, dass Frank Schätzing sehr weit ausholt in seinen Büchern, der sollte sich mal an die Hörbuch-Version von "Lautlos" trauen. Es ist einfach ... wow! Stefan Kaminski liest nicht nur hervorragend und gibt allen Protagonisten eine eigene Stimme, nein, das ist zu wenig: Er gibt auch jedem Charakter.


    Zwar war die Geschichte immer noch etwas lang, aber das störte mich beim Hören kaum - so gefesselt war ich von diesem 1-Mann-quasi-Hörspiel. Außerdem kann ich nicht behaupten, dass Herrn Schätzings "Ausschweifungen" uninteressant seien.


    Inhaltlich geht es um einen Terroranschlag während des G8-Gipfels in Köln und um Politik (natürlich). Am Anfang wechseln die Perspektiven. Ein Erzählstrang beginnt Ende 1998, wo der Anschlag geplant wird und der andere spielt zur Zeit des Gipfels im Juni 1999. Man lernt sowohl die Attentäter als auch die anderen Hauptprotagonisten sehr gut kennen. Und einige Aussagen sorgten bei mir so manches Mal für lautes Auflachen.


    Humor, Ironie, Sarkasmus und ernste Gespräche, die zum Nachdenken anregen, dazu die Spannung und das Rätseln, wie der geplante Anschlag in die Tat umgesetzt werden soll, ließen mich bei "Lautlos" die Zeit vergessen, was ich Stefan Kaminski zugute schreiben kann.


    Als Hörbuch wirklich empfehlenswert!
    ****_*



    Als Ebook

  • Ich habe von Schätzing mal " der Schwarm" angefangen aber nicht zu Ende bekommen Interessant aber viiiieeeel zu langatmig das das Interessante wieder weg war

    Wo kämen wir denn da hin ? wenn jeder sagen würde , wo kämen wir denn da hin und niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge


    Alle sagten " das geht nicht " bis einer kam der das nicht wusste

  • Meine Meinung:
    Ich kann mit dem Buch nichts anfangen, tut mir leid, aber es ist mir viel zu langatmig geschrieben.
    Lautlos hätte sicher ein toller Thriller werden können von der Thematik her, aber diese großen ausschweifenden Beschreibungen konnte ich nicht mehr nachvollziehen. Und auch O'Connor mit seinen Macken und seinem Alkoholkonsum kann ich nichts abgewinnen.
    Und dann die wirklich extrem schwulstige Ausdrucksform:

    Zitat

    ... Kein Bild konnte diesen Eindruck vermitteln, keine Videoaufnahme. Liam O'Connor betrat den Raum und veränderte seine molekulare Beschaffenheit. Kraftfelder schienen von ihm auszugehen, die vielleicht keine Elektronen aus ihrem Verbund herauszureißen vermochten wie die Photonenstöße in seinen Experimenten, aber durchaus geschaffen waren, festgefügte Persönlichkeiten in Konglomerate hilflos trudelnder Gemütspartikel zu verwandeln. Usw. ...

    .
    Nein, danke, das ist nichts für mich.

    Du musst die Menschen nicht lieben, du darfst die Menschen nicht hassen; du sollst die Menschen nur Mensch sein lassen.

    (© Fred Ammon 1930)

  • Ich hab mir nochmals die Rezi von Sylvie durchgelesen und dann ....
    Da hab ich mich jetzt doch dazu überwunden weiterzulesen und hab es nicht bereut. Was mich immer noch nervt sind diese ausschweifenden Beschreibungen, aber damit hab ich mich abgefunden.
    Was eingetreten ist, ist die Spannung in der Handlung die mich nicht mehr los ließ, und die Protagonisten, die sich irgendwie eingespielt haben. O'Connor wurde zu einem lustigen, intelligenten, unterhaltsamen und sehr überlegten Menschen, der mich voll eingenommen hat. Und bis zum Schluß war die Action aufrecht erhalten.
    War wirklich gut, dass ich das Buch nicht zur Seite gelegt habe.

    Du musst die Menschen nicht lieben, du darfst die Menschen nicht hassen; du sollst die Menschen nur Mensch sein lassen.

    (© Fred Ammon 1930)