Jean-Christophe Grangé - Die Wahrheit des Blutes

  • Autor: Grangé, Jean-Christophe
    Titel: Die Wahrheit des Blutes
    Originaltitel: Kaïken
    Verlag: Lübbe Audio
    Erschienen: 20131
    ISBN 10: 378574790X
    ISBN 13: 978-3785747902
    Länge: 993 Minuten
    gelesen von Dietmar Wunder


    Gebundene Ausgabe 432 Seiten


    Ebook


    Inhaltsangabe:
    Olivier Passan, Polizeikommissar und Einzelgänger, steht kurz davor, einen raffinierten Serienkiller zu stellen, der es auf schwangere Frauen abgesehen hat. Zugleich versucht er zu begreifen, warum die Ehe mit seiner japanischen Frau Naoko offenbar gescheitert ist. Als in ihrem gemeinsamen Haus bedrohliche Dinge geschehen, vermutet Passan zunächst einen Racheakt des Killers. Doch dann stellt sich heraus, dass die Anschläge mit der geheimnisvollen Vergangenheit Naokos zu tun haben.


    Meine Meinung:
    An leicht bis vollkommen durchgeknallten Protagonisten mangelt es bei Grangé wieder mal nicht. Nicht nur der "Geburtshelfer" ist absolut verrückt, auch die Polizisten haben ihre Macken, gelinde gesagt.


    Darüber hinaus ist "Die Wahrheit des Blutes" spannend mit zum Teil überraschenden Wendungen, aber auch einigen Längen. Grangé baut seine Charaktere intensivst aus, beleuchtet deren Vergangenheit und geht auf ihre Stärken und Schwächen ein. Er schafft keine Sympathieträger und trotzdem litt und fühlte ich mit.


    Natürlich habe ich mir bei dieser - recht vollgepackten - Geschichte meine Gedanken gemacht. Vor allem darüber, was in Passans Haus vor sich geht. Ich lag allerdings mit meinen Schlussfolgerungen leicht daneben ;-) .


    Der "japanische Aspekt" in diesem Thriller ist ebenfalls sehr interessant. Passans Frau Naoko ist Japanerin, er selbst ist von dem Land und seinen Bräuchen fasziniert, und gleichzeitig stehen die Ansichten der beiden sich diametral gegenüber.


    Ich mag Grangé, doch hier ist er mir zu ausschweifend. Und trotzdem, die Geschichte hat mich nicht losgelassen ...


    ***_*


    Dietmar Wunder liest wirklich toll! Wie schon bei Stephen Kings "Shining" bin ich von seiner "Stimmgewalt" beeindruckt.