Wulf Dorn - Phobia

  • Autor: Dorn, Wulf
    Titel: Phobia
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 2013
    ISBN 10: 3453267338
    ISBN 13: 978-3453267336
    Seitenzahl: 398


    Inhaltsangabe:
    Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.


    Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur.


    Meine Meinung:
    Wulf Dorn entwickelt hier ein Szenario, das wirklich einem Alptraum nahekommt. Ich habe mit Sarah Harvey Bridgewater gelitten, als niemand ihr glaubte; als sie nicht wusste, ob ihr Mann noch lebt und vor allem, als sie sich fragte, was der Fremde von ihr wollte. Und immer öfter taucht auch die Frage auf: Wieso ist gerade die Familie Harvey Bridgewater ins Visier dieses Verrückten geraten?
    Sarah wird gezwungen den Tatsachen ins Gesicht zu sehen und kann sich nicht mehr hinter ihren Angstattacken und Phobien verstecken, sie selbst muss entscheiden, wie ihr Leben weitergehen soll.


    Am Ende werden alle Fragen beantwortet, sogar der Puppenkopf auf dem Cover bekommt einen Sinn. Man erfährt, warum der Fremde seine Taten begangen hat und kann ihn sogar verstehen, ein wenig jedenfalls.


    'Phobia' ist ein gelungener Psychothriller und bekommt von mir die volle Punktzahl.


    *****


    Taschenbuch erscheint am 13. Oktober 2014


    Ebook:

  • @krimikatze Ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen :thumbsup:
    ... aber ... eine Kleinigkeit ist mir bei Deiner Rezi aufgefallen ... die Familie der Protagonistin heißt Bridgewater. Der Sohn heißt Harvey :klugscheiss: :kich:


    Meine Meinung:


    Was würde ich wohl tun, wenn sich ein Fremder als mein Partner ausgibt, plötzlich mit einem Schlüssel in der Wohnung auftaucht, die gleichen Klamotten trägt, die gleiche Art an den Tag legt, von vielen Intimitäten weiß, aber äußerlich definitiv nicht der ist, für den er sich scheinbar hält?
    Genau so ergeht es Sarah Bridgewater, der Protagonistin dieses Romans. Erst Fassungslosig- und Sprachlosigkeit, dann nur noch panische Angst um sich und ihren sechsjährigen Sohn Harvey.
    Mitten in der Nacht steht da ein fremder Mann in ihrer Küche, schmiert sich, als wäre es das normalste auf der Welt, ein Brot und beginnt mit Sarah über den Alltag zu reden, so wie es Tausende Paare täglich tun. Sogar die von Harvey heiß ersehnte Spielekonsole, die sich der Junge schon so lange wünscht, hat der Fremde dabei.

    Dass der Mann so viel über ihr Familienleben weiß, ängstigt Sarah noch mehr und die grausame Unwissenheit, wo ihr wirklicher Ehemann Stephen ist und ob er noch lebt, raubt ihr fast den Verstand. Doch auch die folgenden Tage, mit all ihren schrecklichen Geschehnissen, sollen Sarah nicht so schnell wieder zur Ruhe kommen lassen …

    „Phobia“ ist einer der spannendsten Thriller, den ich in letzter Zeit gelesen habe. Wulf Dorn hält sich nicht lange mit langatmigen Intros auf, sondern kommt sofort „zur Sache“ und gestaltete mir schon auf den ersten Seiten einen derart fesselnden Einstieg in seinen Thriller, der mich sofort mitten im Geschehen eintauchen ließ.
    Da sich diese Spannung wie ein roter Faden durch den Roman zieht und kein einziges Kapitel diesen durchtrennt, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Irgendwie schaffte es der Autor sogar noch, die Spannung an den Kapitelenden noch ein Stück in die Höhe zu treiben, so dass ich nicht mal dort ein längeres Verschnaufspäuschen beim Lesen einlegen mochte. Für das Ende hat sich Herr Dorn dann noch ein ganz besonderes „Schmankerl“ zurück behalten ;-) Mein Tipp an alle Thrillerfans: „Sofort lesen!“

    So wünsche ich mir für dieses Jahr noch viele weitere Thriller. Volle Punktzahl für einen genial durchdachten Thriller!

    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen."

    Johann Wolfgang von Goethe


  • Upps, das stimmt natürlich @Rennie :peinlich: