Michael Hjorth u. Hans Rosenfeldt - Die Toten, die niemand vermisst - Sebastian Bergman 3. Fall

  • Autoren: Hjorth & Rosenfeldt
    Titel: Die Toten, die niemand vermisst
    Originaltitel: Fjällgraven
    Verlag: Rowohlt
    Erschienen: 2013
    ISBN 10: 3499267012
    ISBN 13: 978-3499267017
    Seitenzahl: 575


    Ebook


    Klappentext:
    Ganz nah am Abgrund - Beruflich und privat.


    In den Bergen von Jämtland stürzt eine Wanderin ab. Sie überlebt. Jemand anderes hatte dafür weniger Glück: Aus der Erde vor ihr ragen die Knochen einer Hand. Die Polizei vor Ort birgt sechs Leichen, darunter die zweier Kinder. Alle per Kopfschuss getötet.


    Stockholm wird um Verstärkung gebeten, und Kommissar Höglund reist mit großem Tross in die Provinz. Die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman plagen private Probleme, Spannungen belasten das ganze Team. Und auch der Fall entpuppt sich als kompliziert. Die Identität der Toten gibt Rätsel auf, niemand vermisst sie.


    Als Höglund und Bergman endlich auf eine brauchbare Spur stoßen, schaltet sich der schwedische Geheimdienst ein.


    Meine Meinung:
    Dieser 3. Fall hat mir von der Handlung her besser gefallen, als die vorherigen. Die Geschichte ist verzwickt und spannend. Die privaten Probleme der Protagonisten spitzen sich zu, so dass von 'Harmonie' im Team um Torkel Höglund absolut nichts zu spüren ist. Sie leisten (natürlich) gute Arbeit, doch die Zankereien machen das Lesen nicht unbedingt ... schön.


    Bergman ist immer noch ein unangenehmer Mensch, und, wie sich herausstellt, kann er sogar richtig bösartig sein.
    Vanja meint in einer Szene:

    Zitat

    Es war, als gäbe es zwei Versionen von Sebastian, die eine mit dem großen Ego, das rücksichtslos auf allen Menschen in seiner Nähe herumtrampelte - und dann dieser ehrliche Mann, der seine ganze Familie verloren hatte, aber trotz allem kämpfte.


    Doch wir wissen, dass seine Handlungen immer ich-bezogen sind und die Ehrlichkeit nur oberflächlich ist. Gerade mal, dass er nicht über Leichen geht, um seine eigenen Interessen, sein Wollen durchzusetzen. Natürlich alles hinter dem Rücken seiner Kollegen. Wenn die ihm mal draufkommen, was er so mauschelt, dann müsste es eigentlich fürchterlich krachen.


    Aber, wie gesagt, der Fall um 'Die Toten, die niemand vermisst' ist fesselnd, somit vergebe ich ***_*