Ulf Schiewe - Der Schwur des Normannen - Normannenreihe 3. Band

  • Autor: Schiewe, Ulf
    Titel: Der Schwur des Normannen
    Verlag: Droemer Knaur
    Erschienen: 04. Mai 2015
    ISBN 10: 3426516403
    ISBN 13: 978-3426516409
    Seiten: 443


    Inhaltsangabe:
    Süditalien 1054: Gerlaine, die Geliebte des jungen Normannen Gilbert, ist von Sklavenjägern entführt wurden. Die einzige Spur führt mitten in Feindesland nach Sizilien, dem Reich der Sarazenen. Nur zwei seiner Gefährten sind bereit, ihm zu folgen. Bald schon geraten sie in höchste Gefahr – Machtkämpfe zwischen Berberfürsten, tödliche Anschläge arabischer Gotteskrieger und die Heimtücke des berüchtigten schwarzen Emirs.


    Meine Meinung:
    Ich verfolge das Schaffen des Autors bereits von Anfang an und erwarte jedes seiner neuen Werke schon mit großer Spannung. "Der Schwur des Normannen" ist der dritte Teil der spannenden Reihe um den jungen Normannen Gilbert. Diese spielt zu Beginn des elften Jahrhunderts im Süden Europas und beschreibt den Werdegang des Waisen Gilbert, der von einer normannischen Familie großgezogen wird.


    Dieser dritte Teil knüpft nahtlos an den zweiten an. Gilbert begibt sich nach Sizilien auf der Suche nach seiner großen Liebe Gerlaine, die von Sarazenen entführt wurde. Der Plan scheint aussichtslos, denn weder weiß er genau, wo Gerlaine gefangengehalten wird, noch kennt er Sprache und Menschen auf der Insel. Aber Gilbert hat einen Schwur geleistet, dass er die Mutter seines Sohnes finden und befreien wird. Und so begibt er sich mit seinen Freunden Thore und Ivain auf fremdes Terrain, wo er schnell zwischen die Fronten und in Gefahr gerät.


    An diesem Roman hat mich besonders das Fremdartige und Exotische der Sarazenen fasziniert. Ulf Schiewe hat eine herausragende Art, Orte und Menschen zu beschreiben. Ich fühlte mich in die Paläste und auf die Märkte versetzt, als sei ich an Gilberts Seite. Die Geschichte ist zudem extrem spannend, da Gilbert und seine Freunde auf heftigen Widerstand stoßen. Aber sie finden auch Freunde in der Fremde, von denen mir der Zwerg Aristoteles am besten gefallen hat.


    Wie üblich vermischt Ulf Schiewe wahre Fakten mit Fiktion und zaubert so überaus spannende Geschichten. In einem Nachwort werden die realen Zusammenhänge erklärt. Man kann diesen dritten Teil lesen, ohne die ersten beiden zu kennen, weil der Autor durch kleine Rückblenden die Vergangenheit erklärt. Ich empfehle trotzdem, sich keinen Teil dieser Reihe entgehen zu lassen, denn alle sind äußerst lesenswert. Ich bin jedenfalls schon gespannt auf den vierten Teil, der hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lässt.


    Fazit:
    Spannende Unterhaltung mit gut recherchiertem historischen Hintergrund.


    :*****:


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