Harlan Coben - Ich vermisse dich

  • Autor: Coben, Harlan
    Titel: Ich vermisse dich
    Originaltitel: Missing you
    Verlag: Page & Turner
    Erschienen: 2015
    ISBN 10: 3844517715
    ISBN 13: 978-3844517712
    Dauer 13 Stunden 43 Minuten

    im Download

    gelesen von Detlef Bierstedt


    Inhaltsangabe:
    Bis der Tod uns scheidet.


    Kat Donovan, Detective bei der New Yorker Kriminalpolizei, ist Single, seit sich einst der Mann ihres Lebens einfach aus dem Staub machte. Jetzt, 18 Jahre später, entdeckt sie ihn erstaunt auf dem Profilbild einer Dating-Website. Da wird der Mann plötzlich zum Verdächtigen in einem Mordfall - und Kats Nachforschungen führen tief in ihre eigene schmerzhafte Vergangenheit.


    Derweil belauert ein Mörder aus der Ferne jeden einzelnen von Kats Schritten. Denn ihre Recherchen drohen einen sorgfältig ausgeklügelten Plan zu stören. Einen Plan, der mit den Sehnsüchten und Hoffnungen einsamer Herzen spielt, bei dem es um viel Geld geht - und der schon so viele Menschenleben gekostet hat, dass es auf eines mehr nicht ankommt.


    Meine Meinung:
    Die Vorgänge in 'Ich vermisse dich' haben durchaus Potenzial: Kat Donovan, die ihren Ex in einer Partnerbörse findet, dann der junge Brandon Phelps, der darauf beharrt, dass seine Ma verschwunden und in Gefahr ist, was ihm aber niemand glaubt. Er überzeugt schließlich Kat, und dann wird versucht etwas herauszufinden, was Hand und Fuß hat ... Das alles braucht seine Zeit, Zeit während der andere Menschen Höllenqualen leiden. Der Blick auf die Bösen zeigt hier ganz pragmatische Dreckskerle, die einen tollen Plan kaltblütig durchziehen, wie ein Geschäft.


    Doch ich fand diesen Thriller von Harlan Coben nicht so spannend, wie andere, die ich schon von ihm gelesen habe. Genau kann ich es nicht festmachen; aber der richtige 'Thrill' hat mir gefehlt. Das Mitleiden, Mithoffen und Ängstigen hat sich bei mir nicht eingestellt. Detlef Bierstedt ist ein guter Vorleser, doch auch seine Stimme konnte die Spannung nicht verstärken.


    Ich vergebe **_* für 'Ich vermisse dich'


    Taschenbuch 512 Seiten:


    E-Book

  • Inhalt:

    Kat Donovan ist Detective bei der New Yorker Polizei. Seit ihr Verlobter sie vor 18 Jahren verlassen hat, ist sie überzeugter Single und als ihre Freundin sie bei einer Online-Partnerseite anmeldet, ist sie wenig begeistert. Als sie aus Langeweile und Neugier schließlich doch auf der Seite surft, ist sie fassungslos: Eines ihr von der Seite vorgeschlagene Profil entspricht zu hundert Prozent Jeff, ihrem ehemaligen Verlobten. Während Kat noch zögert, ob sie ihn kontaktieren soll, bekommt sie einen neuen Fall auf den Tisch: der Teenager Brandon Phelps meldet seine Mutter als vermisst. Zunächst nimmt Kat seine Sorgen nicht sehr ernst, denn Dana Phelps hat anscheinend jemanden kennengelernt, mit dem sie verreist ist. Aber Brandon, dessen Vater vor drei Jahren verstorben ist, ist sicher, dass da etwas nicht stimmt und als er Kat ein Foto des Mannes zeigt, mit dem seine Mutter weggefahren ist, holt die ganze schmerzhafte Vergangenheit sie wieder ein, denn es ist ihr Ex-Verlobter Jeff. Als Kat daraufhin Nachforschungen anstellt, trifft sie auf immer mehr Ungereimtheiten im Verschwinden Dana Phelps'. Hat Jeff etwas damit zu tun?
    Gleichzeitig beschäftigt sie noch ein anderer ungeklärter Fall: der Tod ihres Vaters. Henry Donovan, der ebenfalls Polizist war, wurde vor achtzehn Jahren im Dienst erschossen. Ein Verdächtiger mit Verbindungen zur Mafia, hatte damals den Mord gestanden, aber Kat hat ihm nie wirklich geglaubt. Nun gibt es anscheinend eine neue Spur.

    Meine Meinung:
    "Ich vermisse dich" ist mein erstes Buch von Harlan Coben und ganz sicher nicht das letzte, das ich von ihm lesen werde. Auch wenn der Titel mehr nach einem Liebesroman klingt, ist das Buch ein fesselnd geschriebener Thriller, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Außerdem gibt es auch witzige und emotionale Momente.

    Cobens Schreibstil hat mir gut gefallen, flüssig und lebendig erzählt er Kats Geschichte in der dritten Person, überwiegend aus ihrer Sicht, aber auch aus der des Täters und einiger Opfer. Interessant ist, dass so der Leser zunächst mehr über die Hintergründe und Motive des Täters weiß als Kat.

    Es gibt immer wieder Wendungen und Überraschungen sowie Wechsel in der Erzählperspektive am Ende eines Kapitels. Auch dadurch bleibt die Spannung erhalten und zum Schluss konnte ich das Buch kaum weg legen.

    Zu den Charakteren kann ich sagen, dass sie sehr facettenreich sind, denn auch "die Bösen" sind nicht einfach nur schwarz oder weiß. Und Kat mochte ich gleich. Sie hat schon einige Verluste erlebt in ihrem Leben, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und ist eine Kämpferin.

    Fazit:
    Thriller- und Krimifans kann ich "Ich vermisse dich" auf jeden Fall empfehlen. Der Titel bezieht sich übrigens auf den Song von John Waite aus den Achtziger Jahren: Missing you.