Andy Weir - Der Marsianer

  • Autor: Weir, Andy
    Titel: Der Marsianer
    Originaltitel: The martian
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 2014
    ISBN 10: 3453315839
    ISBN 13: 978-3453315839
    Seitenzahl: 509


    Klappentext:
    Astronaut Mark Watney ist auf dem besten Weg zu einer lebenden Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er die Oberfläche des Mars. Doch ausgerechnet bei seinem ersten Spaziergang auf dem Roten Planeten gerät Mark in einen Sandsturm und verliert das Bewusstsein. Als er wieder aufwacht, ist er allein auf dem Mars, denn seine Crew ist - in der Annahme, Mark sei in dem Sandsturm umgekommen - bereits wieder auf dem Weg zur Erde. Jetzt ist Mark allein auf einem Planeten, dessen Atmosphäre einem Menschen das Atmen fast unmöglich macht. Dessen extreme Temperaturen die Haut eines Menschen innerhalb kürzester Zeit verbrennen. Und dessen öde Landschaft nichts hervorbringt, was ein Mensch essen könnte. Kurz gesagt: Mark ist so gut wie tot.


    Doch dann gelingt es ihm, Kontakt mit der Erde aufzunehmen. Während die NASA fieberhft an einem Plan arbeitet, um Mark zu retten, bleibt ihm selbst nur eines zu tun: Warten und Überleben. Doch die Zeit und der Mars arbeiten gegen ihn.


    Meine Meinung: 
    Vom ersten Satz an, war ich von Mark Watney begeistert!

    Zitat

    Ich bin so was von im Arsch.
    Das ist meine wohlüberlegte Meinung.
    Im Arsch.


    Und diese Begeisterung hat sich auch nicht gelegt.


    Wie man schon beim ersten Satz von 'Der Marsianer' merkt, legt Mark seine Worte nicht auf die Goldwaage. Er redet, resp. schreibt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Von mir gab es dafür gleich mal einen Pluspunkt.


    Ich werde euch jetzt nicht im Detail verraten, was Mark alles anstellt, um auf dem Mars zu überleben, nur, dass dieser Robinson Crusoe ohne Freitag, dieser Chuck Noland ohne Wilson, ein sehr einfallsreicher junger Mann ist. Außerdem hat er wahrscheinlich ein zusätzliches Tüftlergen und ein paar Schutzengel mehr als sonstwer.


    Aber auch die Leute auf der Erde - resp. die von der NASA, die irgendwann merken, dass Leben auf dem Mars ist - sind nicht auf den Kopf gefallen. Sie strengen ihre grauen Zellen an, überlegen sich, wie sie ihren Astronauten wieder auf die Erde bringen können. Nicht einfach das Ganze, weil so schnell geht das ja nicht, einen Abholservice zu organisieren.


    Ganz ehrlich, ich finde die Geschichte, die Andy Weir sich ausgedacht hat, einfach nur genial. Sein Protagonist ist nicht nur Robinson & Chuck, sondern auch ein MacGyver & Daniel Düsentrieb. Er beweist uns, dass man auch ohne Kaugummipapier und ohne Streichhölzer eine Bombe bauen und zünden kann. Er kann einfach alles; OK, ein paar seiner 'Erfindungen' gehen schief, aber er gibt nicht auf. Er will überleben. Wer sonst kann sich schon 'König vom Mars' nennen, wer sonst kann ein Milliarden Dollar teures Raumschiff gezielt demolieren, wer sonst hat die Erfahrung gemacht, dass nicht mal die NASA das Klebeband aus dem Baumarkt verbessern kann ...


    Wer gut unterhalten werden möchte sollte 'Der Marsianer' lesen. Mark Watney ist ein Typ, der nie die Hoffnung verliert. Er hat mich mehr als einmal herzlich Auflachen lassen. Ich habe manchmal Angst um ihn gehabt, aber irgendwie doch immer im Hinterkopf den Gedanken gehabt: Wenn einer das schaffen kann, dann ist das dieser Kerl!


    'Der Marsianer' von Andy Weir bekommt von mir alle Sterne und noch ein paar Planeten dazu.


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  • Dieses Buch hat es 2015 in meine Top 10 geschafft. Ich bin nicht die größte Science Fiction Leserin, und zum Glück wurde mir das Buch trotzdem empfohlen.
    Eine gelungene Mischung aus Spannung und Humor. Letzteren hatte ich in dem Maße nicht erwartet, und war dementsprechend überrascht als ich teilweise richtig laut auflachen musste. Die "Aquaman" Passage lese ich zwischendurch immer mal wieder und sie wird einfach nicht alt.
    Was die ganzen Ideen und Unternehmungen von Mark Watney betrifft, so sollen Menschen die Chemie, Physik und Biologie studiert haben, entscheiden ob dies alles so funktioniert hätte.
    Ich als Laie kann nur sagen das mir der Autor das ganze sehr glaubhaft verkauft hat.
    Von mir auch einen Daumen hoch und nicht nur eine Empfehlung für Science Fiction Fans.

    We find little in a book but what we put there. But in great books, the mind finds room to put many things. (Joseph Joubert 1754-1824)