Erik Axl Sund - Krähenmädchen - Victoria Bergman 1. Buch

  • Autor: Sund, Erik Axl
    Titel: Krähenmädchen
    Originaltitel: Krakflickan
    Verlag: Goldmann
    Erschienen: 2014
    ISBN 10: 384451531
    ISBN 13: 978-3844515312
    Spieldauer 13 Stunden 19 Minuten

    gelesen von Thomas M. Meinhardt


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    Inhaltsangabe:
    Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?


    Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche.
    Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?


    Meine Meinung:
    'Krähenmädchen' hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits ist die Geschichte spannend, andererseits ist das Thema Kindesmissbrauch so heftig und gleichzeitig auch irgendwie völlig ohne Gefühle dargestellt, dass mich grauste.


    Hinzu kommt die Thematik von gespaltenen Persönlichkeiten. Das übliche Thema der Doppelbelastung von Polizistinnen mit Familie und Karriere darf natürlich auch nicht fehlen. So gesehen war es vielleicht ein bisschen viel in diesem 1. Band der Victoria Bergman-Trilogie. Und auch die Perspektivwechsel musste ich auf die Reihe kriegen. Als ich dann aber endlich den Durchblick hatte, resp. als die Autoren beginnen den Wirrwarr aufzudröseln - was +/- 3 Stunden vor dem Ende des Hörbuchs passiert - wurde ich warm mit 'Krähenmädchen'.


    Ich vergebe mittelmäßige *** und muss aber gleich den 2. Band 'Narbenkind' hinterherschieben, weil das Ende total offen ist. Es könnte nicht schlimmer sein, wenn die Geschichte mitten im Satz aufgehört hätte *tststs*. Aber zum Glück sind ja alle drei Teile schon veröffentlicht worden.


    Thomas M. Meinhard muss ich mir als Sprecher merken, er hat seine Sache nämlich sehr gut gemacht, da gibt es nix zu meckern.


    PS: Habe 'Narbenkind' dann aber doch abgebrochen, (keine Lust auf triste, kranke Geschichten) der Cliffhanger wurde schnell aufgelöst.


    Taschenbuch 480 Seiten


    E-Book

  • Es ist der erste Teil einer Trilogie aus Schweden.
    Zunächst mal muss ich sagen, das Cover ist toll und es hätte mich im Laden auf jeden Fall dazu veranlasst, das Buch in die Hand zu nehmen und es mir genauer anzusehen.

    Gut gefallen haben mir die teilweise sehr kurzen Kapitel, dadurch wurde die Spannung erhalten. Allerdings wurde ich mit keinem der Charaktere wirklich warm, egal ob Victoria, Sophia oder Jeannette. Ich weiß nicht recht wie ich anders beschreiben soll, aber ich fand die gesamte Geschichte sehr kühl, ohne Atmosphäre, fast nüchtern. Okay, bis auf die Brutalität bei den Morden und den Kindesmissbrauch.

    Andererseits habe ich schon brutalere Thriller gelesen und trotz des ganzen Blutes, das z.B. bei Chris Carter fließt, gelingt es ihm auch noch ein wenig Gefühl in seine Geschichten zu bringen.

    Auch fehlten mir manchmal ein paar Erklärungen für Nicht-Schweden-Kenner. Ich habe z.B. nicht verstanden, was so schlimm am Spitznamen Janne für die Polizistin sein soll. Bis jemand schrieb, dass Janne ein männlicher Vorname ist.

    Aber eins ist klar: "Krähenmädchen" ist nichts für Zartbesaitete.