Stephen King - Dead Zone

  • Autor: King, Stephen
    Titel: Das Attentat - Dead zone
    Originaltitel: Dead zone
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 1987
    ISBN 10: 345343272X
    ISBN 13: 978-3453432727
    Seitenzahl: 559


    Klappentext:
    Johnny drehte sich zur anderen Seite um, zu dem Fernsehreporter, der ihn gefragt hatte, ob er solche Wahrnehmungen schon vor dem Unfall gehabt hatte. Es schien plötzlich sehr wichtig zu sein, es jemandem zu erklären. 'Ich wollte ihm nicht weh tun', sagte er. 'Ich wollte ihm weiß Gott nicht weh tun. Ich wußte nicht ...' Der Fernsehreporter trat einen Schritt zurück. 'Nein', sagte er. 'Natürlich nicht. Er hat es selbst herausgefordert, das konnte jeder sehen. Nur ... fassen Sie mich nicht an, ja?'
    Johnny sah ihn bestürzt an, seine Lippen zitterten. Er stand immer noch unter Schock, aber allmählich begann er zu verstehen...


    Nach einem schweren Autounfall gerät Johnny Smith in den Bann der Todeszone. Dabei verändert sich eine kleine Stelle seines Gehirns. Erst viele Jahre später erwacht Johnny aus dem Koma - plötzlich begabt mit einer unheimlichen hellseherischen Fähigkeit. Körperlich kann er bald wieder ein normales Leben führen, aber seine Visionen aus Zukunft und Vergangenheit erschrecken ihn und alle Menschen, die mit ihm in Berührung kommen. Scharlatan, Guru, Lebensretter, Monster - so nennen sie ihn, der immer deutlicher seine Macht über Leben und Tod spürt. Und dann sieht Johnny in der Zukunft eine schreckliche Gefahr, die ihn zur letzten Konsequenz zwingt.


    Meine Meinung:
    Ich finde, es dauert bis wirklich etwas passiert. Und trotzdem hat mich "Dead Zone" gepackt. Vor allem die Problemstellung, ob man jemanden töten darf/soll/muss, der großes Unglück über die Menschen bringen wird, sorgen für nachdenkliche Momente. Als John Smith mit dieser Frage konfrontiert wird, fällt ihm die Entscheidung nicht leicht.


    Bei King weiß man natürlich, dass es böse wird, also habe ich, während John Smith fast fünf Jahre im Koma lag, auf eben dieses "Böse" gelauert. Dabei habe ich seine Mutter kennengelernt. Menno! Ich hätte die Frau zu Mond schießen können. King schafft es aber auch immer wieder, mich mit diesen fanatisch religiösen Charakteren auf die Palme zu bringen. Zum Glück ist Johnnys Dad aber ein ganz netter Kerl.


    Dass der deutsche Titel "Dead Zone - Das Attentat" lautet, trägt nicht dazu bei, die Spannung zu erhöhen. Man erwartet ein Attentat, was aber schlußendlich "nur" der finale Showdown dieser Geschichte ist.


    Trotzdem ist John Smiths quasi Lebensgeschichte interessant zu lesen. Seine Gabe, die für ihn ein Fluch ist, macht aus ihm einen recht einsamen Menschen, und einen der sich selbst eine große Verantwortung aufbürdet.



    Ich vergebe mittelmäßige *** für diesen frühen King.