Extrem laut und unglaublich nah

  • Titel: Extrem laut & unglaublich nah
    Darsteller: Tom Hanks, Sandra Bullock, Thomas Horn, Max Sydow, Viola Davis
    Regie: Stephen Daldry
    FSK ab 12
    Erschienen: 2012
    Produktionsjahr: 2011
    Spieldauer 124 Minuten
    ASIN: B0079KF48M


    Inhaltsangabe:
    Der elfjährige Oskar Schell ist mit seinen jungen Jahren ein kleines Multitalent: Erfinder, Astrophysiker, Goldschmied und vieles mehr. Und er hat gerade seinen Vater bei den Anschlägen des 11. Septembers verloren. In dem Nachlass des Vaters findet Oskar einen Schlüssel, der einfach nirgendwo passen will. Also macht er sich auf die Suche durch ganz New York und das Leben seines Vaters, um die Antwort auf das Rätsel seines Todes zu finden. Dabei kommt auch die traumatische Vergangenheit seines Großvaters ans Licht, der im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff in Dresden seine Verlobte verloren hat.



    Meine Meinung:
    Oskar Schells Geschichte fand ich sehr bewegend. Seine Suche ist eigentlich eine Suche nach dem toten Vater, wobei er ganz auf sich allein gestellt ist - weil er niemanden an sich ranlässt, nicht einmal seine Mutter. Dabei könnten die beiden sich gegenseitig so viel Trost spenden.


    Oskars Wut-Trauer hat mich berührt. Der junge Thomas Horn spielt die Rolle wirklich hervorragend.


    Aber auch Max von Sydow als Untermieter hat mich überzeugt. Der stumme Mann, der Oskar eine Zeit lang bei seiner Suche begleitet, gibt dem Jungen unglaublich viel ... vielleicht Hoffnung? oder einfach nur das Gefühl, dass er doch nicht alles alleine machen muss ...


    Oskars Mutter, von Sandra Bullock gespielt, versteht man erst ganz zum Schluss des Filmes, und verd.... muss die Frau eine schwere Zeit durchgemacht haben, nach dem Verlust ihres Mannes und dann mit dem Sohn, der so untröstlich ist, und der so verbissen nach dem richtigen 'Black' und dem passenden Schloss zum Schlüssel sucht.


    'Extrem laut und unglaublich nah' erzählt das Schicksal eines Jungen und seiner Familie nach den Anschlägen auf das World Trade Center. Es ist ein emotionaler Film, der aber nie kitschig oder rührselig wird. Man rennt mit Oskar durch New York, fragt sich, welches Schloss der Schlüssel wohl öffnen könnte, und was zum Teufel der Junge dann wohl finden wird.


    Den gleichnamigen Roman von Jonathan Safran Foer habe ich nicht gelesen, kann also keine Vergleiche anstellen.