Ellin Carsta - Die heimliche Heilerin - Madlen-Reihe 01

  • Autorin: Carsta, Ellin
    Titel: Die heimliche Heilerin
    Verlag: Amazon Publishing
    Erschienen: 9. Juni 2015
    ISBN 10: 1503946134
    ISBN 13: 978-1503946132
    Seiten: 480


    E-Book:


    Inhaltsangabe:
    Heidelberg 1388: Die junge Madlen steht schon früh im Dienst einer Hebamme und hilft ihr bei Geburten und der Behandlung von Frauenleiden. Neben ihrem umfassenden Wissen über Kräuter, durch die sie Schmerzen lindert, stößt sie während einer Geburt eher zufällig auf die beruhigende Wirkung durch flackerndes Kerzenlicht in Verbindung mit gesprochenen Psalmen. Natürlich darf niemand etwas von dieser besonderen Methode erfahren, schließlich kann es sich hierbei nur um Hexenwerk handeln.


    Eines Tages wird sie zu einer angesehenen Bürgerin gerufen, die hochschwanger ist und offensichtlich körperlich misshandelt wurde. Madlen kann zwar das Leben der Frau retten, nicht jedoch deren Baby. Der Ehemann beschuldigt die Heilerin, das Kind mit Hilfe von Kräutern vergiftet zu haben. Damit beginnen für Madlen ihre Flucht und der Kampf um die Wahrheit, sie erfährt viel Liebe und Zuneigung und wird gleichzeitig mit blankem Hass konfrontiert.


    Meine Meinung:
    Die Autorin habe ich bereits durch Romane unter ihrem Pseudonym Caren Bendikt und ihren echten Namen Petra Mattfeldt kennengelernt. Auch ihr Werk „Die unbeugsame Händlerstochter“ hat mir ausnehmend gut gefallen. Ihr flüssiger Schreibstil, gepaart mit authentischen Figuren und spannender Handlung, machen ihre Bücher zu echten Lesevergnügen.


    Mit Madlen hat die Autorin eine Figur erschaffen, die mir auf Anhieb sympathisch war. Sie lebt Ende des 14. Jahrhunderts in Heidelberg mit ihrem Bruder und ihrem Vater. Ihre Mutter ist bei ihrer Geburt verstorben. Bei einer Wehmutter, also einer Hebamme, erlernt sie die Grundkenntnisse der Heilkunst. Sie geht in ihrer Berufung auf. Doch als sie zur Frau eines reichen Herrn gerufen wird, die ganz offensichtlich von diesem misshandelt wurde, und deren Kind nur noch tot zur Welt bringen kann, wird sie beschuldigt, das Ungeborene im Mutterleib verhext und getötet zu haben. Ihre Flucht treibt sie nach Worms zu ihrer Tante. Als sie dort heimlich als Heilerin tätig wird, muss sie sich erneut verstecken. Den Menschen ist eine Frau, die heilen kann, einfach nicht geheuer …


    Dies ist der erste von zunächst zwei Teilen der Geschichte um die Heilerin Madlen. Ich bin von der Geschichte förmlich mitgerissen worden. Zu Beginn ist Madlen noch ein schüchternes und verängstigtes Mädchen. Im Laufe des Romans wird sie aber immer selbstbewusster. Dies ist nicht zuletzt dem Einfluss ihrer Tante Agathe geschuldet, die meine absolute Lieblingsfigur war. Aber auch die Nebenfiguren, wie z. B. Andreas von Balge, der junge Student der Rechtswissenschaften, der Madlen hilft, oder die Magd ihrer Tante, sind authentisch und haben mir gut gefallen.


    Das Ende der Geschichte ist absehbar, aber der Weg dorthin sehr spannend beschrieben. Immer wieder gab es überraschende Wendungen, die es mir oft unmöglich machten, das Buch aus der Hand zu legen. In der Zwischenzeit gibt es bereits den zweiten Band „Die heimliche Heilerin und der Medicus“, den ich gerade lese.


    Fazit:


    Spannende Geschichte um eine mutige Frau, die trotz vieler Widrigkeiten ihren Weg geht.