Daphne Du Maurier - Rebecca

  • Autor: Du Maurier, Daphne
    Originaltitel: Rebecca
    Seitenanzahl: 428
    Verlag: Virago Modern Classics
    Erscheinungsjahr: 1938
    ISBN: 9781844088799


    Deutsche Ausgabe


    Inhalt:
    In einem Hotel an der Côte d'Azur lernt eine junge Frau von niedrigem Stand den wesentlich älteren Witwer und Aristokraten Maxim de Winter kennen, und willigt bereits nach kurzer Zeit ein diesen zu heiraten. Nach kurzen Flitterwochen in Italien kehrt sie mit ihm zurück auf sein Anwesen an der britischen Küste.
    Dort angekommen muss sie feststellen, dass ihre Vorgängerin zwar verstorben ist, ihr Geist aber noch überall greifbar scheint. Hinzu kommt die Haushälterin Mrs. Danvers, die sie genau spüren lässt was sie von der neuen Mrs. de Winter hält.


    Die meisten Klappentexte verraten meiner Meinung nach schon zuviel. Deshalb höre ich hier lieber auf.


    Daphne Du Maurier 1907 in London geboren war eine britische Autorin. Rebecca war ihr fünfter und wohl auch berühmtester Roman. Sie verstarb 1989 in Cornwall wo sie einen großen Teil ihres Lebens verbrachte.
    1938 veröffentlicht wurde "Rebecca" von den meist männlichen Kritikern schnell als schauriger Liebesroman abgestempelt. Als Liebesroman würde ich dieses Werk nicht bezeichnen. Schaurig allerdings schon.


    Meinung:
    Dies war mein erster Du Maurier Roman aber sicherlich nicht mein letzter. Die Autorin verstand es geschickt Parallelen zwischen den beiden Ehefrauen Maxim de Winters zu ziehen, obwohl diese auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Begeistert war ich auch von dem Mut Du Mauriers. Bestimmte Wendungen des Plots waren für die damalige Zeit durchaus gewagt. Selbst Alfred Hitchcock hat bei seiner Verfilmung einen Bogen darum gemacht und das größte Geheimnis des Buches lieber abgeändert.


    "Rebecca" ist ein Roman der sich langsam aufbaut und dessen Spannung sich kontinuierlich steigert. In der Ich-Perspektive der jungen Braut, dessen Namen wir nie erfahren, erzählt, kommt die Wahrheit gut dosiert ans Licht.
    Manche Wendung meint man lange vorher kommen zu sehen, nur um festzustellen das sie doch nicht ganz so ist wie erwartet. Und es ist ein Werk das es am Ende schafft einen tollen Bogen zurück zum Anfang zu schlagen.
    Ich selbst war begeistert und auch ein wenig überrascht darüber, wie ich mir den Ausgang der Geschichte wünschte. Auf jeden Fall kann ich gut nachvollziehen warum seit seiner Veröffentlichung, dieses Buch nie vom Markt genommen wurde.


    E-Book (deutsch)

    We find little in a book but what we put there. But in great books, the mind finds room to put many things. (Joseph Joubert 1754-1824)

  • @Jerk Danke für den Link.
    @Borrel Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Da sich der Spannungsbogen aber sehr langsam aufbaut, weiß ich nicht ob es evtl. etwas langatmig wird, wenn man den Plot bereits kennt.

    We find little in a book but what we put there. But in great books, the mind finds room to put many things. (Joseph Joubert 1754-1824)