Oscar de Muriel - Die Schatten von Edinburgh - 1. Fall Frey & McGray

  • Autor: Muriel, Oscar de
    Titel: Die Schatten von Edinburgh
    Originaltitel: The Strings of Murder
    Verlag: Goldmann
    Erschienen: 20. Februar 2017
    ISBN-10: 3442485053

    ISBN-13: 978-3442485055

    Seiten: 480




    Inhalt:

    Inspektor Frey, Adliger und Polizist, aus London hat mal richtig Mist gebaut. Dafür muss er nach Schottland, um einen Fall zu verfolgen, der den z.Zt. in London umtriebigen Jack the Ripper sehr ähnlich ist. Für Frey die Höchststrafe, weil für ihn Schottland so ziemlich das Gleiche wie die Hölle ist. Nicht von Vorteil ist, dass sein Partner ihn zum einem wohl nicht leiden kann und zum anderen ein eher grober Klotz zu sein scheint.


    Meinung:

    Aus einer Laune heraus im Buchladen mitgenommen. Obwohl ich an sich kein Krimifan bin, konnte ich das arme Hascherl mit Edinburgh im Titel nicht liegenlassen. Natürlich ist es meiner Vorliebe für schottische Romane geschuldet, dass ich da auch durchaus mal zu einem Krimi greife (auch bei englischen) und in diesem Fall muss ich sagen, freue ich mich schon auf den zweiten Fall.

    Die Inspektoren McGray und Frey sind sich im Prinzip so spinnefeind, dass sie sich eigentlich schon wieder mögen. Ein Widerspruch? Auf keinen Fall. Denn wenn englischer Adel auf schottische Rüpeleien trifft, ist auf jeden Fall ein gewisser Humor nicht zu verleugnen. Und so ziehen die beiden durch die Straßen von Edi, um diesen angeblichen Ripper – Nachahmer auf die Schliche zu kommen. Und wenn man denkt, man hat die Lösung und schreit die Protagonisten des Buches an, dass sie das offensichtliche übersehen, wird einem schnell klar, warum eben diese beiden die Ermittler sind und nicht man selber.

    Rundherum gelungener Roman, der mal richtig Spaß macht und dessen Ende nicht unbedingt vorhersehbar war.


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  • Meine Meinung: 
    Ich bin nun kein so großer Fan von historischen (Kriminal-)Romanen, aber das "Team" Frey & McGray hat wirklich was :kich:


    Was ich mag, ist der Hauch von Mystik, der Aberglaube, welcher dann ganz logisch aufgelöst wird.


    Wie Jerk schon geschrieben hat, ist dieser erste Fall für das ... ähm ... unkonventionelle Ermittlerduo spannend. Die Wortwechsel und verschiedenen Ansichten von Frey und McGray ließen mich lachen - was ja auch nie verkehrt ist. Dass die beiden schlussendlich doch einen Mörder aus Fleisch und Blut zur Strecke bringen, beweist nicht nur, dass die Ermittler gut in ihrem Job sind, sondern zeigt auch, dass Oscar de Muriel seinen Protagonisten die nötige Portion Sturheit angeschrieben hat, um sich über alles (und jeden) hinwegzusetzen, das (der) sie bei ihrer Aufgabe behindert.


    Deshalb und auch weil es scheint, als würde Ian Frey sich doch tatsächlich in Edinburgh irgendwie einleben können, wird der zweite Fall "Der Fluch von Pendle Hill" (Jan 2018) bestimmt auch auf meinem Reader landen.