Beiträge von Blackfairy71

    Okay, danke René


    Wie gesagt, Südengland war toll und ich würde immer wieder dorthin fahren.

    Genauso London, eine faszinierende Stadt, in der historische, Jahrhunderte alte Gebäude einfach zwischen den modernen stehen. Diese Mischung ist super.

    Ich bin grade in St. Ives, England, Cornwall. Wunderbar, war lesetechnisch schon öfter dort, und würde die Gegend tatsächlich super-gerne mal kennen lernen.

    Ich kann es dir nur empfehlen. Ich war schon zwei Mal in Cornwall und auch in St. Ives. Einfach nur wunderschön. :love:


    Im Buch bin ich jetzt in Wales. Dort möchte ich im wahren Leben auch gerne mal hin.

    Wie seid Ihr damals dorthin gekommen? Ich würde wirklich super-gerne dorthin reisen, die Bücher machen wir richtig Lust drauf. Aber auch Irland, Schottland, Wales usw., auch das reizt mich total. Bin ja nicht der Typ, der gerne am Strand unter Palmen liegt. Meine Tochter bewirbt sich bald für ein achtwöchiges Praktikum in Dublin im Zuge ihrer Ausbildung zur Erzieherin. Ich wünsche ihr so sehr, dass es klappt.

    Ich selbst bin grade mit meinem Buch im Krankenhaus, keine Ahnung in welchem Ort, irgendwo in Deutschland.

    Ist jetzt zwar Off-Topic: Wir haben eine Bus-Rundreise gemacht, 7 Tage durch Südengland. Es war wirklich traumhaft schön. Wir haben so viel gesehen, davon schwärmen wir immer noch.

    Ich bin grade in St. Ives, England, Cornwall. Wunderbar, war lesetechnisch schon öfter dort, und würde die Gegend tatsächlich super-gerne mal kennen lernen.

    Ich kann es dir nur empfehlen. Ich war schon zwei Mal in Cornwall und auch in St. Ives. Einfach nur wunderschön. :love:


    Im Buch bin ich jetzt in Wales. Dort möchte ich im wahren Leben auch gerne mal hin.

    Wie seid Ihr damals dorthin gekommen? Ich würde wirklich super-gerne dorthin reisen, die Bücher machen wir richtig Lust drauf. Aber auch Irland, Schottland, Wales usw., auch das reizt mich total. Bin ja nicht der Typ, der gerne am Strand unter Palmen liegt. Meine Tochter bewirbt sich bald für ein achtwöchiges Praktikum in Dublin im Zuge ihrer Ausbildung zur Erzieherin. Ich wünsche ihr so sehr, dass es klappt.

    Ich selbst bin grade mit meinem Buch im Krankenhaus, keine Ahnung in welchem Ort, irgendwo in Deutschland.

    Ist jetzt zwar Off-Topic: Wir haben eine Bus-Rundreise gemacht, 7 Tage durch Südengland. Es war wirklich traumhaft schön. Wir haben so viel gesehen, davon schwärmen wir immer noch.

    Ich bin grade in St. Ives, England, Cornwall. Wunderbar, war lesetechnisch schon öfter dort, und würde die Gegend tatsächlich super-gerne mal kennen lernen.

    Ich kann es dir nur empfehlen. Ich war schon zwei Mal in Cornwall und auch in St. Ives. Einfach nur wunderschön. :love:


    Im Buch bin ich jetzt in Wales. Dort möchte ich im wahren Leben auch gerne mal hin.

    Ich bin grade in St. Ives, England, Cornwall. Wunderbar, war lesetechnisch schon öfter dort, und würde die Gegend tatsächlich super-gerne mal kennen lernen.

    Ich kann es dir nur empfehlen. Ich war schon zwei Mal in Cornwall und auch in St. Ives. Einfach nur wunderschön. :love:


    Im Buch bin ich jetzt in Wales. Dort möchte ich im wahren Leben auch gerne mal hin.

    Inhalt:

    Kat Donovan ist Detective bei der New Yorker Polizei. Seit ihr Verlobter sie vor 18 Jahren verlassen hat, ist sie überzeugter Single und als ihre Freundin sie bei einer Online-Partnerseite anmeldet, ist sie wenig begeistert. Als sie aus Langeweile und Neugier schließlich doch auf der Seite surft, ist sie fassungslos: Eines ihr von der Seite vorgeschlagene Profil entspricht zu hundert Prozent Jeff, ihrem ehemaligen Verlobten. Während Kat noch zögert, ob sie ihn kontaktieren soll, bekommt sie einen neuen Fall auf den Tisch: der Teenager Brandon Phelps meldet seine Mutter als vermisst. Zunächst nimmt Kat seine Sorgen nicht sehr ernst, denn Dana Phelps hat anscheinend jemanden kennengelernt, mit dem sie verreist ist. Aber Brandon, dessen Vater vor drei Jahren verstorben ist, ist sicher, dass da etwas nicht stimmt und als er Kat ein Foto des Mannes zeigt, mit dem seine Mutter weggefahren ist, holt die ganze schmerzhafte Vergangenheit sie wieder ein, denn es ist ihr Ex-Verlobter Jeff. Als Kat daraufhin Nachforschungen anstellt, trifft sie auf immer mehr Ungereimtheiten im Verschwinden Dana Phelps'. Hat Jeff etwas damit zu tun?
    Gleichzeitig beschäftigt sie noch ein anderer ungeklärter Fall: der Tod ihres Vaters. Henry Donovan, der ebenfalls Polizist war, wurde vor achtzehn Jahren im Dienst erschossen. Ein Verdächtiger mit Verbindungen zur Mafia, hatte damals den Mord gestanden, aber Kat hat ihm nie wirklich geglaubt. Nun gibt es anscheinend eine neue Spur.

    Meine Meinung:
    "Ich vermisse dich" ist mein erstes Buch von Harlan Coben und ganz sicher nicht das letzte, das ich von ihm lesen werde. Auch wenn der Titel mehr nach einem Liebesroman klingt, ist das Buch ein fesselnd geschriebener Thriller, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Außerdem gibt es auch witzige und emotionale Momente.

    Cobens Schreibstil hat mir gut gefallen, flüssig und lebendig erzählt er Kats Geschichte in der dritten Person, überwiegend aus ihrer Sicht, aber auch aus der des Täters und einiger Opfer. Interessant ist, dass so der Leser zunächst mehr über die Hintergründe und Motive des Täters weiß als Kat.

    Es gibt immer wieder Wendungen und Überraschungen sowie Wechsel in der Erzählperspektive am Ende eines Kapitels. Auch dadurch bleibt die Spannung erhalten und zum Schluss konnte ich das Buch kaum weg legen.

    Zu den Charakteren kann ich sagen, dass sie sehr facettenreich sind, denn auch "die Bösen" sind nicht einfach nur schwarz oder weiß. Und Kat mochte ich gleich. Sie hat schon einige Verluste erlebt in ihrem Leben, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und ist eine Kämpferin.

    Fazit:
    Thriller- und Krimifans kann ich "Ich vermisse dich" auf jeden Fall empfehlen. Der Titel bezieht sich übrigens auf den Song von John Waite aus den Achtziger Jahren: Missing you.

    Autorin: Renk, Ulrike

    Titel: Die Jahre der Schwalben

    Verlag: Aufbau Taschenbuch

    Erschienen: 2017

    ISBN-10: 3746633516

    ISBN-13: 978-3746633510

    Seitenzahl: 560


    E-Book



    Inhalt:

    Die junge Frederike erfährt direkt nach der Hochzeit von der schweren Krankheit ihres Mannes Ax. Dieser geht dann auch direkt in ein Sanatorium in der Schweiz, während sie auf das Gut ihres Mannes zieht und versucht, Sobotka irgendwie am Leben zu erhalten und zu bewirtschaften. Der Anfang ist schwer, denn Frederike hat keinerlei Erfahrung mit der Führung eines Gutes und zunächst muss sie sich beim Personal erst einmal Respekt verschaffen. Mit der Zeit wird es besser, aber als ihr Mann stirbt, bestehen die nächsten Jahre hauptsächlich aus Einsamkeit und viel Arbeit.

    Dann lernt sie Gebhard zu Mansfeld kennen und findet endlich wieder ein bisschen Glück. Doch die politische Situation wird immer unsicherer und schließlich steht ein neuer Krieg bevor. Was wird nun aus den Gütern in Ostpreußen und Polen und aus Frederikes Familie?


    Meine Meinung:

    "Die Jahre der Schwalben" ist die Fortsetzung von "Das Lied der Störche" und spielt dieses Mal in den 1930er Jahren sowie während des 2. Weltkriegs.

    Wie schon im ersten Band steht die junge Frederike, genannt Freddy, im Mittelpunkt der Geschichte. Die steht in einer unsicheren Zeit ihren "Mann" und versucht zunächst den Gutshof ihres Mannes zu retten und später dann mit ihrer Familie ihren eigenen Betrieb zu bewirtschaften.

    Ich muss sagen, ich bin wieder sehr begeistert. Sei es von der Geschichte an sich oder vom lebendigen, anschaulichen Schreibstil der Autorin. Das Ganze ist mitreißend und einfühlsam geschrieben, ich habe mit Freddy geliebt und gelitten, gelacht und geweint. Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen, aber das war schon im ersten Band so.

    Das damalige Leben ist sehr authentisch beschrieben und die damalige Situation, diese langsam wachsende Bedrohung durch Hitlers Machtergreifung, die unsichere Zukunft, das alles ist dadurch sehr real und nachvollziehbar. Die Charaktere sind glaubhaft dargestellt und lebensecht. Ein weiterer Pluspunkt für das Buch.


    Wer historische Familiengeschichten aus der Zeit des noch blühenden Ostpreußens mag, dem kann ich diese Bücher sehr empfehlen. Man muss "Das Lied der Störche" nicht gelesen haben, um "Die Jahre der Schwalben" zu verstehen, aber ich würde es trotzdem empfehlen, denn so ist die Entwicklung von Freddy noch deutlicher spürbar. Und es lohnt sich einfach.

    Autorin: Renk, Ulrike

    Titel: Das Lied der Störche

    Verlag: Aufbau Taschenbuch

    Erschienen: 2017

    ISBN-10: 3746632463

    ISBN-13: 978-3746632469

    Seitenzahl: 512


    E-Book



    Inhalt:

    Ostpreußen, 1920. In der Nähe von Graudenz wächst die elfjährige Frederike auf einem Gutshof auf. Ihre verwitwete Mutter ist in dritter Ehe mit Erik von Fennhusen verheiratet und zusammen mit ihren Halbgeschwistern Fritz und Gerta verbringt Frederike, von allen nur Freddy genannt, eine unbeschwerte Kindheit.
    Eines Tages erfährt sie, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist, denn ihr Erbe ist nach dem Krieg verloren gegangen, sie hat keinerlei Mitgift oder Auskommen. Trotzdem ist sie entschlossen, das Beste aus ihrem Leben zu machen und irgendwann selbst einem großen Gutshof vorzustehen. Zusammen mit ihren Geschwistern arbeitet sie in den Ferien zuhause mit, ist sich für keine Tätigkeit zu schade und hat ein großes Herz für die Beschäftigten auf dem Gut und die Tiere.
    Ihre Mutter verspricht ihr, dass sie sich darum kümmern wird, dass Freddy später gut versorgt sein wird und schickt sie auf eine Hauswirtschaftsschule. Als Freddy 1928 zurück nach Hause kommt, trifft sie dort erneut auf den benachbarten Gutsbesitzer Ax von Stieglitz, für den sie schon als kleines Mädchen geschwärmt hat, weil er der einzige war, der sie und ihre Sorgen ernst nahm. Ob Ax der Richtige für sie ist? Denn abgesehen davon, dass er fünfzehn Jahre älter ist, scheint es noch ein anderes Geheimnis in seinem Leben zu geben.
    Und dann ist da auch noch die politische Lage, die immer schlechter wird. Wie wird die Zukunft für Ostpreußen sich entwickeln?

    Meine Meinung:
    Ich durfte dieses wunderbare Buch in einer Leserunde bei den Büchereulen zusammen mit der Autorin Ulrike Renk lesen. Ganz besonders interessiert hat mich die Geschichte, da meine Oma ebenfalls aus den ehemaligen deutschen Gebieten im Osten stammt und beim Lesen von "Das Lied der Störche" wurde mir bewusst, wie wenig ich eigentlich über diese Zeit Deutscher Geschichte ich weiß.
    Aber keine Sorge, es geht nicht in erster Linie um Politik. Im Vordergrund steht das Leben der Familie und besonders das von Freddy zur damaligen Zeit auf dem großen Gutshof Fennhusen. Die politische Lage damals wird zwar immer mal wieder erwähnt, ist aber sehr schön in die eigentliche Handlung eingebaut.
    Der Alltag damals wird sehr schön dargestellt, das Miteinander der Gutsfamilie und der "Leute", wie die Angestellten genannt wurden, wie wichtig ein gutes Zusammenspiel für den Betrieb war.

    Jemand aus der Leserunde sagte, das Buch entschleunigt einen so wunderbar und das kann ich nur so unterschreiben. Es passiert zwar immer wieder etwas, aber es sind mehr alltägliche Dinge und diese werden so anschaulich beschrieben von Ulrike Renk, das ich immer das Gefühl hatte, ich sei selbst auf Fennhusen, würde neben ihr auf ihrem Hengst Lorbass über die Felder reiten oder ihrer Hündin Fortuna bei der Geburt ihrer ersten Welpen beistehen. Die Beschreibung des Gefühls von Zuhause, der Gerüche des Sommers oder der Farben des Herbstes sind so authentisch, ich konnte es genau nachempfinden, wie Freddy sich fühlte.
    Auch gibt es immer mal wieder Situationen zum Schmunzeln, besonders wenn die Köchin oder der Stallknecht in ihrem Dialekt "loslejen". *fg*

    Es ist schon länger her, dass mich ein Buch so berührt hat und ich mich mit einer Protagonistin so verbunden gefühlt habe.
    Ich war richtig traurig, als das Buch so plötzlich zu Ende war.

    Ich kann "Das Lied der Störche" wirklich wärmstens empfehlen. Es ist eine authentische Geschichte mit viel Herz und Humor, aber ohne Kitsch.


    Teil 2: Die Jahre der Schwalben

    Teil 3: Die Zeit der Kraniche (erscheint im Juli)

    Autorin: Winter, Claire

    Titel: Die Schwestern von Sherwood

    Verlag: Diana

    Erschienen: 2014

    ISBN-10: 3453358333

    ISBN-13: 978-3453358331

    Seitenzahl: 518


    E-Book



    Inhalt:

    Berlin 1948. In der durch den Krieg zerstörten Stadt versucht die junge Melinda sich irgendwie als Journalistin durchzuschlagen. Als sie nach einem Vorstellungsgespräch bei einer Zeitung nach Hause kommt, findet sie in ihrem Zimmer ein geheimnisvolles Paket ohne Absender. Darin enthalten sind Liebesbriefe, in englischer Sprache verfasst, und Zeichnungen von einer geheimnisvollen Moorlandschaft, dem Dartmoor im südenglischen Devon. Dank ihrer kürzlich verstorbenen Mutter, die aus England stammte, kann Melinda die Briefe zwar verstehen, aber sie hat keine Ahnung, wer sie geschrieben hat oder für wen sie gedacht waren. Alle stammen anscheinend aus dem Jahr 1895. Dank einer Fortbildung kann sie nach England reisen und nutzt die Gelegenheit Nachforschungen anzustellen. Im Dartmoor hört sie die Geschichte zweier Schwestern, die Ende des letzten Jahrhunderts beide nacheinander im Moor zu Tode gekommen sein sollen. Beide lebten im Herrenhaus Sherwood...ein Name, den Melinda auch auf den geheimnisvollen Zeichnungen findet.
    Allerdings sind einige Bewohner des Moores nicht sehr begeistert von ihren Fragen. Liegt das nur daran, dass sie Deutsche ist und der Krieg erst vor kurzem beendet wurde? Oder ist Melinda einem Geheimnis auf der Spur, das eigentlich nie ans Licht kommen sollte?

    Meine Meinung:
    Was für ein tolles Buch! Ich bin wirklich begeistert von der Geschichte und konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, die Sprache ist wunderbar bildhaft und plastisch. Ich konnte beim Lesen die Trümmer von Berlin ebenso vor mir sehen wie die karge und doch wunderschöne Landschaft des Dartmoors und das viktorianische London. Ich war übrigens im Mai letzten Jahres selbst im Urlaub in Südengland und teile die Begeisterung für das Dartmoor.

    Claire Winter gelingt es wunderbar, die Geschichte nach und nach schlüssig zu erzählen und immer wenn man denkt, jetzt weiß man, was passiert ist, kommt wieder eine neue Wendung. Oft ist das Ganze sehr emotional, aber trotzdem nicht kitschig.

    Melinda und Amalia mochte ich gleich. Zwei starke Frauen, die zu ihren Lebzeiten das Beste aus ihrer jeweiligen Situation machen. Auch Cathleen war mir sympathisch, denn im Grunde ist sie ein Opfer und ein Spielball des Ehrgeizes ihrer Eltern, besonders ihrer Mutter. Ich hätte mir für sie ein anderes Ende gewünscht, aber angesichts der Umstände kann ich dieses sehr gut nachvollziehen.
    Edward ist in meinen Augen auch ein Opfer der damaligen Zeit, der Umstände und seiner Stellung in der Gesellschaft. Er ist seiner Familie verpflichtet und kann nicht anders handeln, auch wenn sein persönliches Glück dabei auf der Strecke bleibt. Und gerade deswegen fand ich das Ende dann doch wieder sehr schön.

    "Die Schwestern von Sherwood" kann ich jedem empfehlen, der die Bücher von Kate Morton, Lucinda Riley oder Katherine Webb mag. Ein perfektes Buch, um für einige Zeit in eine besondere Geschichte einzutauchen.

    Autorin: Bomann, Corina

    Titel: Sturmherz

    Verlag: Ullstein Taschenbuch

    Erschienen: 2017

    ISBN-10: 3548288391

    ISBN-13: 978-3548288390

    Seitenzahl: 528


    E-Book


    Inhalt:

    Alexa Petri erhält die Nachricht, dass ihre Mutter Cornelia nach einem Schlaganfall im Koma liegt. Jemand muss sich um die Vormundschaft kümmern, aber zunächst zögert Alexa, denn sie hat seit Jahren ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter. Als Alexa elf Jahre alt war, ist etwas in der Familie geschehen, das sie bis heute nicht versteht und danach veränderte sich Cornelia.
    Aber irgendjemand muss sich kümmern, denn außer ihrer Tochter hat Cornelia niemanden mehr. Also pendelt Alexa zwischen Berlin, wo sie als Literaturagentin arbeitet und Hamburg, wo ihre Mutter lebt und einen kleinen Buchladen führt, hin und her. In Cornelias Unterlagen findet sie dann einen Brief und plötzlich erscheint ihr ihre Mutter in einem ganz anderen Licht. Als junge Frau war diese anscheinend ein Opfer der verheerenden Sturmflut von Hamburg im Jahr 1962 und Alexa wird klar, wie wenig sie über das frühere Leben ihrer Mutter weiß. Schließlich taucht ein alter Freund Cornelias im Buchladen auf und Alexa sieht die Chance, endlich mehr über ihre Mutter zu erfahren. Dies ist vielleicht die letzte Gelegenheit, ihre Mutter endlich besser zu verstehen und dadurch ihre Verhältnis wieder zu verbessern...

    Meine Meinung:
    Die Geschichte hat mich sehr mitgerissen und berührt. Und letztlich auch oft an meine eigene Situation erinnert. Manchmal musste ich kurz unterbrechen und durchatmen, bevor ich weiter lesen konnte.

    Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und es gelingt ihr irgendwie, ihren Protagonisten im richtigen Moment die richtigen Worte in den Mund zu legen, ohne dass es kitschig ist.
    Das Hamburg der Vergangenheit und auch der Gegenwart wird lebendig beschrieben. Ich hatte das Gefühl, mit Richard und Cornelia im Rosengarten von "Planten un Blomen" zu sitzen und spürte das eiskalte Wasser sowie ihre Verzweiflung, als die Flut kam und fühlte schließlich die Resignation, als einer den anderen verloren glaubte.

    Zitat
    Zitat: "Das Wasser ist die größte Kraft auf der Welt. Es kann dein Freund oder dein Fein sein, es kann Leben schenken und verschlingen. Manchmal trennt es Menschen, manchmal führt es sie zusammen." ... "Und du selbst solltest auch wie das Wasser sein. Überall hinfließen, dich niemals aufhalten lassen. Egal, was kommt."

    Alexa war mir gleich sympathisch, ich konnte ihre Handlungen und Gedanken sehr gut nachvollziehen. Sie wollte nie etwas anderes, als dass ihre Mutter sie wieder so lieb hat wie früher, vor dem Zeitpunkt, als irgendetwas mit Cornelia geschehen ist. Dafür springt sie über ihren Schatten und wird ihre Betreuerin, um ihr zu zeigen, wie wichtig ihre Mutter ihr trotz allem ist.
    Auch Richard mochte ich, sowohl als jungen Mann wie auch später. Wie kann man auch jemanden nicht mögen, der deutsche Literaturgeschichte studiert und die Welt der Bücher so sehr liebt, dass er sie seiner Jugendliebe nahe bringt und bei ihr ebenfalls die Liebe zu Büchern weckt? ;-) Sogar so sehr, dass sie später einen Buchladen eröffnet.

    Bevor ich die ganze Geschichte kannte, war ich bei Cornelia allerdings ein bisschen zwiegespalten, zumindest was ihre Beschreibung in der späteren Zeit betrifft. Ihr Verhalten ihrem Mann und ihrer Tochter gegenüber fand ich ziemlich unfair, denn beide liebten sie schließlich sehr. Später versöhnte mich Alexas eigenes Verständnis für ihre Mutter dann ein bisschen mit Cornelia.
    Ein weiterer "Protagonist" ist die Hamburger Sturmflut, die das Leben vieler Menschen nachhaltig beeinflusste. Nicht nur das von Richard und Cornelia, sondern im Nachhinein auch das ihrer Familien. Und beide fragen sich mehr als einmal "Was wäre gewesen, wenn..."

    "Sturmherz" war mein erstes Buch von Corina Bomann, aber sicher nicht mein letztes. Von Anfang bis Ende hat mich die Geschichte von Richard und Cornelia gefesselt. So viele tragische Verwicklungen, Ereignisse und überraschende Wendungen. Ein breites Spektrum an Emotionen, das von Freude über Trauer, Mitleid und Verständnis bis zu Wut reicht.

    Ich gebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses bewegende Buch, besonders wenn man Familiengeschichten mag, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen.

    Autorin: Wilken, Constanze

    Titel: Ein Sommer in Wales

    Verlag: Goldmann

    Erschienen: 2015

    ISBN-10: 3442479622

    ISBN-13:978-3442479627

    Seitenzahl: 384


    E-Book



    Inhalt:

    Ally Carter arbeitet in London für das Reisemagazin "Inside Travel" und bekommt von ihrem Chef den Auftrag, nach Wales zu reisen. Es geht u. a. auch um die Grals-Legende. In dem Küstenstädtchen Aberaeron in der Cardigan Bay hat sie früher immer mit ihrer Familie den Sommerurlaub verbracht, aber im Sommer vor zehn Jahren ist etwas Schreckliches passiert. Ihr kleiner Bruder Simon ging damals auf eine Entdeckungstour zum geheimnisvollen Morlan House und später fand man seine Leiche am Strand. Die damals sechzehnjärige Ally hat sich nie verziehen, dass sie sich lieber mit dem Studenten David traf, als ihren Bruder auf seiner Tour zu begleiten. Über diesen Verlust zerbrach schließlich auch die Familie.
    Als sie nun zehn Jahre später zurückkehrt, muss sie sich der Vergangenheit und damit ihren Schuldgefühlen und Ängsten stellen. Dort trifft sie auch wieder auf David, der das schreckliche Ereignis und Ally nie vergessen hat. Zusammen beginnen sie zu recherchieren, was damals wirklich geschehen ist und stoßen auf ein schreckliches Geheimnis...

    Meine Meinung:
    Nachdem ich letztes Jahr "Sturm über dem Meer" von Constanze Wilken gelesen habe, war klar, dass ich weitere Bücher von ihr lesen würde. Wie der Titel schon sagt, spielt auch dieses in Wales und zwar auf zwei Zeitebenen, einmal 2002 und einmal 2012. Wir lernen Ally als Teenager kennen und später als erwachsene Frau, die durch die Ereignisse der Vergangenheit traumatisiert ist, weil sie mit dem Tod ihres Bruders nie ganz abgeschlossen hat und immer Zweifel geblieben sind, ob es wirklich nur ein Unfall war.
    Von Anfang an hat mich die Geschichte gefesselt, die Zeitsprünge sorgen für zusätzliche Spannung. Auch gibt es im Verlauf der Handlung interessante Wendungen. Und die Geschichte mit Morlan House und dem Heiligen Gral gibt dem Ganzen noch einen Hauch von Mystik.

    Die Autorin lässt Wales und die Landschaft in der Cardigan Bay lebendig werden. Vor meinem geistigen Auge sah ich die terrassenförmig angelegten Ferienhäuser an der Küste vor mir, den Nebel rund um Morlan House und hörte das Rauschen des Meeres. Am liebsten hätte ich direkt meine Koffer gepackt. *g*
    Ich mag ihren Schreibstil, er ist flüssig und bildhaft. Keiner der Protagonisten ist blass und farblos, jeder wird anschaulich beschrieben, aber nicht zu detailverliebt.
    Was mir noch gefallen hat: Die Autorin ist anscheinend ein Hundenarr und ich fand es schön, dass Henry auch sehr häufig eine Rolle spielt. Ich finde, gerade Tiere wie Hunde oder Katzen machen manche Geschichten einfach authentischer.

    Das Ende ist schlüssig und funktioniert, auch wenn nicht alles restlos geklärt wird. Aber dadurch wirkt die Geschichte für mich auch realistischer.

    Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Roman, mit Spannung, Herz und Humor, aber nicht zu romantisch und keineswegs kitschig.

    Autorin: Morton, Kate

    Titel: Das Seehaus

    Originaltitel: The Lake House

    Verlag: Diana

    Erschienen: 2017

    ISBN-10: 3453359461

    ISBN-13: 978-3453359468

    Seitenzahl: 624


    E-Book



    Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem Familiensitz Loeanneth entgegen. Aber diese Nacht wird alles verändern, denn ihr kleiner Bruder Theo verschwindet spurlos aus dem Elternhaus und danach ist nichts mehr wie es war. Die Familie zerbricht an dem schrecklichen Ereignis und es soll 70 Jahre dauern, bis endlich ans Licht kommt, was damals wirklich geschah.

    2003: Die Londoner Polizistin Sadie wird aufgrund eines Fehlers in ihrem letzten Fall vom Dienst beurlaubt und besucht ihren Großvater in Cornwall. Beim Joggen stößt sie auf ein verfallenes Haus am See. Ihre Neugier ist geweckt und sie will das Geheimnis von Loeanneth und der Familie Edevane aufdecken.

    Ein Buch von Kate Morton, das in Cornwall spielt, war ein Muss für mich, denn dieser Teil von England ist einfach wunderschön und voller Mythen und geheimnisvoller Orte. Perfekt für eine Familiengeschichte, deren Schauplatz ein alter Landsitz ist.
    Und von Anfang an hat mich das Schicksal der Edevanes gefesselt. Hauptsächlich wird aus der Perspektive von drei Personen erzählt: Sadie, Alice und Eleanor und in erster Linie geht es um das Jahr 1933 und die Ereignisse rund um die Mittsommerparty in Loeanneth. Wir erfahren aber auch, wie sich Eleanor und Anthony (Alices Eltern) kennenlernten, wie besonders ihre Beziehung war und wie der erste Weltkrieg alles veränderte. Wir lernen Alice als junges Mädchen kennen mit all ihren Plänen, Träumen und Sehnsüchten und später in der Gegenwart als ältere Frau und gefeierte Krimiautorin.
    Auch Sadie lernen wir nach und nach kennen und es wird erklärt, warum sie schließlich in Cornwall gelandet ist und in "Zwangsurlaub" geschickt wurde.

    Geschickt führt die Autorin durch die Geschichte und auf den knapp 600 Seiten gibt es immer wieder neue Wendungen in der Handlung und Vermutungen darüber, was damals passiert sein muss. Der Schreibstil ist flüssig und die Sprache herrlich bildhaft. Vor meinem geistigen Auge sah ich Loeanneth vor mir, lief mit Alice und ihren Geschwistern durch den Wald und den Garten, erlebte die unbeschwerten Sommertage und spürte regelrecht die Sonne auf meiner Haut. Kate Morton gelingt es sogar, mit ihrer Darstellung das Gefühl der Sommer meiner Kindheit wieder lebendig zu machen.
    Auch die Grauen des Krieges und wie sich die Erlebnisse der Heimkehrenden auf die gesamte Familie auswirken, werde sehr gut beschrieben. Diese Teile des Buches sind sehr emotional und Eleanors Versuche, die Familie zu beschützen, haben mich berührt. Zu Anfang, als aus der Sicht von Alice erzählt wird, mochte ich ihre Mutter nicht besonders. Aber das änderte sich im Laufe der Geschichte und zum Schluss habe ich sie als starke Frau bewundert und mit ihr gelitten.

    Alice mochte ich sowohl als junges Mädchen als auch später als ältere Frau. Trotz allem hat sie ihren Weg im Leben gemacht...oder vielleicht auch gerade deswegen?
    Auch Sadie war mir von Anfang an sympathisch, denn sie lässt sich nicht beirren und folgt ihrem Instinkt.

    Am Ende werden alle losen Enden zusammengefügt, die Auflösung hat mir gefallen und ich habe das Buch mit einem zufriedenen Gefühl beendet.
    Kate Morton ist wieder eine spannende und emotionale Familiengeschichte gelungen, in der auch ein Hauch von Krimi nicht fehlt. Absolute Leseempfehlung.

    Im Taschenbuch gibt es außerdem tolles Bonusmaterial zu Cornwall und ein Interview mit der Autorin.


    Autorin: Taylor, Kathryn
    Titel: Wildblumensommer
    Verlag: Bastei Lübbe

    Erschienen: 2017
    ISBN-10: 3404175360
    ISBN-13: 978-3404175369

    Seitenzahl: 400


    E-Book



    Zoe ist achtzehn Jahre alt, als der jährliche Sommerurlaub ihrer Familie in Cornwall mit einer Tragödie endet: Ihr älterer Bruder Chris stürzt von den Klippen in den Tod. War es ein Unfall? Selbstmord? Oder gar Mord? Zoe und ihre Eltern reisen ab, ohne es je zu wissen und die Familie zerbricht daran fast.
    Vierzehn Jahre später erhält Zoe die Diagnose, dass sie ein Aneurysma im Gehirn hat und dringend operiert werden muss. Die Ärzte können ihr keine Garantie geben, dass sie danach wieder vollkommen gesund werden wird und Zoe entschließt sich, die letzten Tage zu nutzen und die Wahrheit herauszufinden. Sie will endlich wissen, was damals passiert ist.
    Dort trifft sie auch auf ihre Jugendliebe Jack, den sie seit damals nicht wiedergesehen hat und mit dem sie eigentlich nach Kanada hatte auswandern wollen. Kann es noch mal eine Chance für die beiden geben? Zoe schöpft Hoffnung, aber die Schatten der Vergangenheit sind mächtig und bedrohen auch ihre Zukunft.

    Also eins ist klar: Ohne ein Päckchen Taschentücher bereit zu legen, sollte man das Buch nicht lesen. *g* Zumindest nicht die letzten Kapitel.

    Aber fangen wir am Anfang an. Im Prolog erfahren wir von den Ereignissen vor vierzehn Jahren und lernen dann Zoe in der Gegenwart kennen. Ich mochte sie gleich und das Gleiche galt auch für Jack. Er und Zoe stehen im Vordergrund der Geschichte, aber parallel lernen wir auch Jacks Schwester Rose kennen, die mir ebenfalls sehr sympathisch war. Dieser Wechsel in der Erzählperspektive trägt ebenfalls dazu bei, dass die Geschichte interessant bleibt.
    Nach und nach werden die Ereignisse von damals geschildert, man erfährt, wie es danach Jack, Zoe und ihren Familien erging.

    Auch wenn es sich vielleicht so anhört, aber "Wildblumensommer" ist kein kitschiger Liebesroman. Es ist nicht oberflächlich, sondern hat meiner Meinung genau die richtige Tiefe. Natürlich spielen Gefühle eine Rolle, aber durch die sympathischen und authentischen Charaktere kommt die Geschichte sehr glaubwürdig rüber. Es gibt immer wieder Überraschungen und Wendungen, die den Verlauf der Story ändern und das erhält die Spannung.
    Kathryn Taylor schildert die Sommerstimmung in Cornwall sehr anschaulich und lebendig. Ich wäre selbst gerne dort und hätte in dem Strandhaus Urlaub gemacht und Wildblumen an den Klippen gepflückt.
    Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, die Kapitel haben genau die richtige Länge.

    Ob am Ende alles gut wird und ob Zoe endlich erfährt, was mit ihrem Bruder passiert ist, wird natürlich nicht verraten. Jedenfalls musste ich die letzten rund 100 Seiten in einem Rutsch lesen, da ich einfach wissen wollte, wie es ausgeht. Und wie gesagt, ganz wichtig waren die Taschentücher. ;-)

    Fazit: Ein wunderbarer Sommerroman mit Herz, aber ohne Kitsch, den ich sehr empfehlen kann. Und für Cornwall-Fans sowieso ein Muss.

    Autorin: Riley, Lucinda

    Titel: Das Orchideenhaus

    Originaltitel: Hothouse Flower

    Verlag: Goldmann

    Erschienen: 2011

    ISBN-10: 3442475546

    ISBN-13: 978-3442475544

    Seitenzahl: 560


    E-Book



    Nach einem schweren Schicksalsschlag kehrt die berühmte Konzertpianistin Julia Forrester nach Norfolk zurück. Hier verbrachte sie in ihrer Kindheit viel Zeit auf Wharton Park, einem 300 Jahre alten Herrenhaus. Ihr inzwischen verstorbene Großvater Bill arbeitete dort als Gärtner und Julia war fasziniert von den Orchideen, die er im Laufe der Jahre züchtete.
    Kit Crawford, der Erbe und neue Besitzer von Wharton Park überreicht Julia ein altes Tagebuch, das bei Renovierungsarbeiten gefunden wurde. Es scheint, dass es Julias Großvater gehörte. Sie zeigt es ihrer Großmutter Elsie. So mit der Vergangenheit konfrontiert, fühlt Elsie sich verpflichtet, ihrer Enkelin endlich ein lange gehütetes Familiengeheimnis zu erzählen - ein Geheimnis, das auch Julias Zukunft grundlegend verändern wird...

    Nach "Der Engelsbaum" und "Das Mädchen auf den Klippen" ist dies mein dritter Roman von Lucinda Riley. Und auch "Das Orchideenhaus" hat mich wieder sehr begeistert.
    Eine mitreißende, berührende Geschichte mit viel Herz und Tiefgang, ohne dabei kitschig zu werden.

    Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. Zu Beginn geht es um Julia Forrester, die anscheinend etwas Schlimmes durchgemacht hat, aber was das ist, wird erst nach und nach klar. Außerdem lernen wir Julias Schwester Alicia sowie Kit Crawford kennen, den Erben von Wharton Park.
    In der Vergangenheit lernen wir durch Erzählungen von Julias Großmutter zunächst Olivia kennen, die 1939 nach Wharton Park kommt und dort auf Harry trifft. Elsie arbeitet im Herrenhaus und freundet sich mit ihr an. Man erfährt, wie die Geschichte von Harry und Olivia mit der von Elsie und Bill verknüpft ist und welchen Einfluss dies auf die nachfolgenden Generationen hat.

    "Das Orchideenhaus" spielt in England, Frankreich und Bangkok. Der Schreibstil der Autorin macht jeden Ort lebendig, ob es die Beschreibungen von Wharton Park und den blühenden Gärten dort ist oder die exotische Kulisse von Thailand und die Mentalität der Menschen dort.

    Nach und nach werden offene Fragen geklärt und am Ende findet alles zu einem schönen und zufriedenstellenden Ende. Ich fand das Buch an keiner Stelle langatmig, sondern von Beginn an sehr interessant und fesselnd geschrieben.

    Eine magische Geschichte, ein schönes Märchen. So würde ich das Buch beschreiben, welches ich 2012 bei Vorablesen.de gewonnen habe.
    Die Autorin lehnt ihren Roman an das russische Märchen "Das Schneemädchen" an. Ein älteres Ehepaar kann keine Kinder bekommen, also bauen sie eines Tages ein Mädchen aus Schnee, welches lebendig wird und jeden Winter wiederkommt.


    Mabel und Jack (beide Ende Vierzig) ziehen in der Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts nach Alaska, angeblich ein Land wo Milch und Honig fließen. Aber das Leben als Famer ist hart und hinzu kommt, dass Mabel nie darüber hinweg kam, dass sie vor ein paar Jahren ihr Kind verloren hat. Das Paar läuft Gefahr sich auseinander zu leben.

    Dann, in einer Winternacht, endet eine Schneeballschlacht darin, dass sie aus Schnee ein kleines Mädchen bauen. Am nächsten Morgen ist die Figur fort, aber im Hof finden sie kleine Fußspuren im Schnee. Und dann taucht ein Mädchen bei ihnen auf, sie trägt die Kleidung des Schneemädchens und ein Fuchs begleitet sie. Genau wie in dem russischen Märchen, dass Mabels Vater ihr in ihrer Kindheit immer erzählt hat.

    Von da an kommt Faina, so nennt sie sich, jeden Winter wieder, verschwindet aber im Frühling hoch oben in die Berge. Aber Mabel reicht das, für sie ist das Mädchen längst ein Kindersatz geworden. Und jedes Jahr wartet sie sehnsüchtig auf die ersten Schneeflocken.

    Inzwischen haben sich Jack und Mabel mit den Nachbarn George und Esther Benson angefreundet, sie haben drei Jungs und als Jack einen Unfall hat, hilft der jüngste Sohn Garrett Mabel auf der Farm. Natürlich hören auch die Bensons von der Geschichte mit dem Schneemädchen, halten Faina aber für ein Hirngespinst von Mabel. Die bodenständige Esther vermutet einen "Hüttenkoller" aufgrund der Einsamkeit in Alaska.

    Aber nach ein paar Jahren trifft Garrett zufällig auf einer seiner Wanderungen auf das Mädchen, beide sind inzwischen fast erwachsen und es kommt wie es kommen muss...


    Ein tragisch-schönes Märchen in der unberührten, rauhen Wildnis Alaskas des letzten Jahrhunderts. Ein wunderbares Buch für den Herbst und Winter.

    Also beim Lesen muss ich nicht unbedingt auch noch was hören, aber leise nebenbei ist ok.

    Ich höre gerne Mittelalterrock und -folk, Rock überhaupt, Metal (wenn es noch melodiös ist *fg* )


    Musicals mag ich auch, mein liebstes ist "Tanz der Vampire", das habe ich bisher acht Mal gesehen. Und natürlich habe ich auch CDs davon zuhause.

    Ich versuche es mal *fg* Alles nur rein "ins Blaue", denn ich kenne mich ja mit den technischen Möglichkeiten dieses Forums nicht aus.


    Man...also du könntest im Bereich "Rund ums Buch" eine neue Kategorie eröffnen mit dem Titel "Bücherregale" (oder ähnlich) und wer dann möchte, gibt dir Bescheid und du richtest dann ein Thema ein (in meinem Fall Blackfairys Bücherregal). Unterthemen sollte dann jeder selbst einrichten können, wie eben SUB oder Leseliste oder Wunschliste.


    Ich kann das nicht besser erklären, vielleicht wissen andere User hier, wie ich das meine. :peinlich::zwinker:


    Ist ja auch nur ein Vorschlag. :friede:

    Ich meine, technisch geht das natürlich, aber ist das hier im Forum gewünscht?

    Technisch fällt mir dazu nur der Blog ein - den könnte ich installieren, da er mir gehört, sonst wüßte ich nicht, wie man das technisch umsetzen sollte.

    Gewünscht, natürlich, warum nicht. Wer allerdings seinen eigenen Bereich haben wird, sollte sich dann um die DSGVO ein paar Gedanken machen müssen.

    Ich kann dieses Wort nicht mehr hören... :neinsag: Aber ich glaube auch nicht, dass das hier greifen würde. Ob ich jetzt im allgemeinen Thread schreibe, was ich gerade lese oder in einem anderen Thema...ist das nicht egal?

    Autorin: Bomann, Corina

    Titel: Die Frauen vom Löwenhof 1 - Agnetas Erbe

    Verlag: Ullstein Taschenbuch

    Erschienen: 2018

    ISBN-10: 3548289967

    ISBN-13: 978-3548289960

    Seitenzahl: 736


    E-Book



    Inhalt:

    Schweden im Jahr 1913. Agneta ist Mitte Zwanzig und studiert in Stockholm an der Kunstakademie. Sie hat ihr Zuhause, das Gut Löwenhof in der Nähe von Kristianstad, vor einiger Zeit verlassen, um auf eigenen Beinen zu stehen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Nebenbei engagiert sie sich für die Rechte der Frauen und hat eine Beziehung mit dem angehenden Anwalt Michael.
    Dann erhält sie ein Telegramm ihrer Mutter, die sie bittet nach Hause zu kommen, da ihr Vater und ihr Bruder einen Unfall hatten. Agneta reist Hals über Kopf zum Löwenhof, wo ihre Mutter ihr einen kühlen Empfang bereitet. Das ändert sich auch nicht, als Agneta plötzlich als Erbin den Löwenhof übernehmen soll. Und sie fragt sich, ob sie wirklich bereit ist, ihr Leben in Stockholm aufzugeben. Und was ist mit ihrer Zukunft mit Michael? Wie steht er zu einem Leben als Ehemann einer Gutsbesitzerin?
    Aber der Löwenhof ist ihre Heimat und seit Generationen in ihrer Familie und schließlich kann es für Agneta nur eine Entscheidung geben. Und vielleicht ist das auch eine Chance, das Gut in eine neue Zukunft zu lenken.

    Meine Meinung:
    "Agnetas Erbe" ist der Auftakt zu Corina Bomanns neuer Familiensaga "Die Frauen vom Löwenhof" und ich habe das Buch über Vorablesen bekommen. Mir hat die Leseprobe schon sehr gut gefallen und nun kann ich sagen, das gesamte Buch hält, was die Probe versprochen hat. Der Schreibstil ist von Anfang an lebendig und die Autorin lässt mit Leichtigkeit Bilder vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen: das Gutshaus, das Leben mit den Bediensteten, die Pferde auf den Weiden, Mittsommerfeste in Schweden. Ich war immer an Agnetas Seite und erlebte ihr Schicksal praktisch hautnah mit. Es geht um Traditionen, Konventionen und Verpflichtungen, aber auch um Mut, Liebe und den Kampf einer jungen Frau in einer Zeit, als Männer das Sagen hatten. Immer wieder wird klar, wie schwer es Frauen damals hatten, auch in Adelskreisen. Es gibt emotionale, aber auch witzige Momente.

    Gleichzeitig wird der geschichtliche Hintergrund der damaligen Zeit (Stichwort Erster Weltkrieg) gut in die Handlung eingebaut und dadurch wirkt das Ganze noch authentischer.

    Agneta war mir von Anfang an sympathisch. Obwohl sie sich an viele Regeln und Konventionen halten muss, versucht sie immer wieder, für ihr Recht auf Selbstbestimmung zu kämpfen und auch den Löwenhof in eine neue Zukunft zu führen. Und trotz einiger Schicksalsschläge gibt sie nicht auf.
    Bei Stella war ich hin und her gerissen. Ihr Verhalten am Anfang fand ich unfassbar, aber mit der Zeit war ich sicher, dass sie ihre Tochter liebt und stolz auf sie ist.
    Bei Max war ich von Anfang an überzeugt, dass da irgendwas nicht stimmt.
    Im Gegensatz zu Lennard, der mir zwischendurch manchmal richtig leid tat.

    Alles in allem kann ich diesen ersten Teil der Trilogie um eine schwedische Adelsfamilie uneingeschränkt empfehlen.

    Ich freue mich nun auf den Teil 2 "Mathildas Geheimnis" (erscheint im September), denn nach Teil 1 weiß ich ja nun schon, wer Mathilda ist. ;-)

    Huhu! Ich bin ja noch recht neu hier und normalerweise komme ich nicht gleich mit Fragen, Anregungen usw. um die Ecke. Aber würde die Möglichkeit bestehen, dass jeder User (der es möchte) hier einen eigenen Bereich bekommt? Also quasi ein eigenes Bücherregal, wo man z. B. seinen SUB auflisten kann, seine gelesenen Bücher und seine Wunschbücher? Als so eine Art Statistik und Übersicht für einen selbst und für die Neugierigen, die da schauen möchten? *fg* Ich meine, technisch geht das natürlich, aber ist das hier im Forum gewünscht? :schaem2:

    Autor: Butcher, Jim

    Titel: Verrat
    Originaltitel: Turn coat
    Verlag: Feder & Schwert

    Erschienen: 2012
    ISBN-10: 3867621101
    ISBN-13: 978-3867621106

    Seitenzahl: 640


    E-Book



    Inhalt:

    Für mich ist „Verrat“ eines der besten Bücher der Reihe. Auf jeden Fall eines der emotionaleren und persönlicheren, was Harrys Leben betrifft.

    Dass Harry Dresden überrascht ist, als der Wächter Morgan schwer verletzt vor seiner Tür auftaucht, ist wohl verständlich. Denn schließlich waren die beiden in der Vergangenheit nie die besten Freunde. Im Gegenteil, Morgan wartete nur darauf, dass Harry einen Fehler machte und der Scharfrichter des Rates endlich seines Amtes walten konnte. Und trotzdem ist es typisch Harry, dass er Morgan helfen will, seine Unschuld zu beweisen, denn er ist überzeugt, dass er den Mord, dessen er beschuldigt wird, nicht begangen hat. Schließlich lebt Morgan nur für den Weißen Rat und würde ohne zu zögern auch für ihn sterben. Warum sollte er ein angesehenes Mitglied des Rates also töten und die Organisation damit in Verruf bringen?

    Harry ahnt, dass da Jemand im Hintergrund die Fäden zieht und ein falsches und vor allen Dingen tödliches Spiel spielt. Und dieser Jemand will nicht nur Morgan und damit dem Rat schaden, es geht um viel mehr, denn auch die Vampire des Weißen Hofes werden mit hineingezogen und damit auch Thomas Raith.

    Aber da hat der Verräter die Rechnung ohne Harry gemacht, denn Thomas ist die einzige Familie, die der Magier noch hat. Und mit Hilfe seiner Freunde Murphy, Molly, den Werwölfen Billy und Georgia und natürlich seinem Hund Mouse versucht er dem Unbekannten auf die Spur zu kommen.

    Bis es allerdings am Ende zum entscheidenden Showdown kommt, muss Harry einige Rückschläge und Niederlagen hinnehmen und stößt bei dem Fall mehr als einmal an seine Grenzen, selbst als Magier.


    Meine Meinung:

    Wie gesagt, ein sehr emotionales Buch, besonders was die Beziehungen von Harry zu seiner „Familie“ und seinen Freunden betrifft. Aber es gibt auch immer wieder Momente zum Schmunzeln, wenn Harry wie so oft seine große Klappe nicht halten kann. Oder seine „Diskussionen“ mit Mouse. Und ich fand "Verrat" spannender als die beiden Vorgänger.

    Mit den Werwölfen Georgia und Billy gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten und auch Butters hat einen kurzen Auftritt am Anfang, was mich sehr gefreut hat. Bob kommt dafür diesmal nur leider etwas zu kurz, finde ich. Naja, man kann nicht alles haben. Dafür wird langsam immer klarer, wie mächtig Molly einmal sein wird, wenn sie lernt, ihre Kräfte zu beherrschen.


    Eine Wendung gefällt mir allerdings ganz gut, auch wenn es mir leid tut wegen Harry. Aber ich hab der Person nie getraut.

    Mehr verrate ich nicht, lest es selbst.

    Autor: Butcher, Jim

    Titel: Kleine Gefallen
    Originaltitel: Small favor
    Verlag: Feder & Schwert

    Erschienen: 2012
    ISBN-10: 3867621098
    ISBN-13: 978-3867621090

    Seitenzahl: 608


    E-Book


    Inhalt:

    Magier und Privatdetektiv Harry Dresden scheint endlich zur Ruhe zu kommen. Der Krieg zwischen dem Weißen Rat und dem Roten Hof der Vampire kommt langsam zum Erliegen, niemand hat in der letzten Zeit versucht, ihn umzubringen, und sein eifriger Lehrling beginnt endlich, echte Magie zu wirken. Zum ersten Mal seit langer Zeit sieht die Zukunft rosig aus. Doch die Vergangenheit wirft einen höllisch langen Schatten. Mab, die Herrin des Winterhofes der Sidhe, fordert einen alten Gefallen bei Harry ein. Nur einen kleinen Gefallen, den er nicht ausschlagen kann, doch durch ihn gerät er zwischen einen albtraumhaften Feind und einen gleichermaßen tödlichen Verbündeten, was seine Fähigkeiten und seine Loyalität auf eine derbe Zerreißprobe stellt. Dabei lief doch gerade alles so gut ..


    Meine Meinung:

    607 Seiten...ganz schön viel, denkt man zuerst. Aber wie immer bei Harrys Abenteuern vergehen die Seiten wie im Flug.
    Die Story beginnt, als Harry bei den Carpenters ist und mit den Kindern im winterlichen Chicago eine Schneeballschlacht macht. Da tauchen plötzlich unheimliche Wesen auf, die Ziegen sehr ähnlich sind. Natürlich versuchen sie Harry umzubringen, aber gemeinsam können sich alle gegen sie wehren. Von Bob erfährt Harry, dass diese von jetzt an genannten Geißlein Feen sind und vermutlich hat sie der Sommerhof geschickt.
    Dann nimmt die Feenkönigin des Winterhofes, Mab, mit Harry Kontakt auf und fordert einen Gefallen ein.
    Und schließlich wird Harry von Murphy an den Schauplatz einer merkwürdigen Explosion gerufen. Es stellt sich heraus, dass das schwer beschädigte Haus dem Verbrecherkönig Marcone gehört. Und der ist seitdem verschwunden.
    Als Harry nach Marcones Leibwächterin sucht, treffen er und sein Bruder Thomas auf alte Feinde: die Denarier. Und damit fängt der Ärger erst richtig an....

    Insgesamt wie gewohnt eine spannende Geschichte. Es tauchen alte "Bekannte" auf, gute und böse. Jim Butcher schreibt wie immer sehr anschaulich und mit der richtigen Prise Herz und Humor.
    Bob kommt leider etwas zu kurz diesmal, aber seine Szenen sind wie immer klasse. Er amüsiert sich z.B. köstlich darüber, dass Harry die Feen "Geißlein" nennt.
    Zitat: "Geißlein? Wie in "Die sieben Geißlein"? Der Schädel platzte schier vor lauter Gelächter. "Du hast dir den Arsch von einem Märchen versohlen lassen?" Oder "Die vier Reiter der Apokalypse aus dem Streichelzoo."
    Auch Thomas hat diesmal leider eine etwas kleinere Rolle. Dafür gibt es aber endlich mal eine Weiterentwicklung in Harrys Leben. Nur weiß ich noch nicht, ob die mir gefällt...

    Autor: Butcher, Jim

    Titel: Weiße Nächte
    Originaltitel: White night
    Verlag: Feder& Schwert

    Erschienen: 2012
    ISBN-10: 386762108X
    ISBN-13: 978-3867621083

    Seitenzahl: 528


    E-Book


    Inhalt:

    Magier Harry Dresden wird von Cop Karrin Murphy an den Tatort eines Mordes gerufen. Im ersten Moment sieht es wie Selbstmord aus, aber Harry erkennt schnell die Zeichen. Es war Mord und zwar mit Hilfe übernatürlicher Kräfte.

    Und es stellt sich heraus, dass dieses Opfer nicht das erste war. Junge Frauen, die sich mit Magie befassen, aber nicht so mächtig sind wie z.B. Harry Dresden, wurden ermordet. Und das nur, um Harry auf den Plan zu rufen.

    Das macht ihn wütend und er schwört, der Sache auf den Grund zu gehen. Und das ist genau das, was der Drahtzieher dieser Morde will. Denn er verfolgt ein viel größeres Ziel und unwichtige Hexen sind nur Collateralschäden.

    Aber Harry Dresden wäre nicht der mächtige Magier, wenn er nicht schon einen Plan zur Bekämpfung der bösen Jungs in der Tasche hätte.


    Meine Meinung:

    Die Story ist spannend und fesselnd geschrieben, mit wie immer witzigen und selbstironischen Einlagen. Mouse und Mister sind wie immer für eine Portion Humor gut, ebenso Bob, der Schwerenöter.

    Und besonders eine Situation in Thomas' Wohnung, als Harry seinen Bruder sucht und vom Sicherheitsdienst überprüft wird, ist einfach köstlich.

    Es gibt ein Wiedersehen mit dem Chicagoer Gangsterboss Marcone und Harry erfährt etwas, das ihn seine Meinung zu dem gefährlichen Verbrecher zuminderst ein wenig ändern lässt.
    Auch andere alte Bekannte sind mal wieder dabei.


    Eigentlich denkt man ja, irgendwann fällt Jim Butcher bestimmt nicht mehr viel ein, um dem vorherigen Band gerecht zu werden. Aber weit gefehlt. Zum Glück.

    Ich habe "Es" zum ersten Mal auch vor rund 30 Jahren gelesen. Es war diese dicke, rote Paperbackausgabe. Aber ich hatte sie ruckzuck an einem Wochenende durch, das weiß ich noch. Danach habe ich es glaube ich noch mindestens zwei Mal gelesen. Wirklich eines der besten Bücher von King. Noch heute kann ich mich an viele Szenen lebhaft erinnern.


    Die neue Verfilmung fand ich auch recht gelungen. Mal sehen, wie sie den zweiten Teil umsetzen.

    Ich habe dieses Buch damals als Teenie gelesen, ohne vorher zu wissen, dass es um Vampire geht. Und ich war begeistert und habe es kurz danach zum zweiten Mal gelesen.

    Es ist übrigens eine Hommage von King an Bram Stokers Meisterwerk "Dracula", hat er mal in einem Interview gesagt.

    Autorin: Wilken, Constanze

    Titel: Die Klippen von Tregaron
    Verlag: Goldmann Verlag

    Erschienen: 2018
    ISBN-10: 3442484774
    ISBN-13: 978-3442484775

    Seitenzahl: 448


    E-Book



    Die Glaskünstlerin Caron erhält überraschend Post von einem Anwalt in Wales: Sie hat das Cottage Tregaron House auf der Halbinsel Llyn geerbt. Caron hat selbst einmal in Wales gelebt, war aber noch zu klein, um sich zu erinnern. Sie weiß nur, dass irgendetwas Schlimmes passiert sein muss, denn ihre Mutter weigert sich, über die Vergangenheit zu reden.
    Als sie in dem Haus das Gemälde einer Frau findet, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, stellt sie Nachforschungen an und hofft, endlich mehr über ihre Kindheit zu erfahren. Die Spur führt zurück bis ins 19. Jahrhundert und dort scheint der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit zu liegen.

    "Die Klippen von Tregaron" ist der fünfte Teil der Wales-Reihe von Constanze Wilken. Man kann die Bücher aber auch problemlos einzeln lesen. Hier kommen zwar auch Personen aus dem Vorgänger "Das Erbe von Carreg Cottage" vor, das hat aber keinen Einfluss auf die Handlung und man muss auch keine Vorkenntnisse haben. Ich habe das vorher auch nicht gewusst.

    Die Handlung selbst wird auf zwei Zeitebenen erzählt, zum einen in der Gegenwart aus Sicht von Caron und dann gibt es das Tagebuch des Malers Lloyd Pierce, begonnen im Jahr 1885. Nach und nach werden die einzelnen Handlungsfäden zusammengeführt und ergeben schließlich ein stimmiges Ende. So kennt man es ja auch von den Büchern der Autorin. Und wie auch sonst spürt man in den Landschaftsbeschreibungen ihre Verbundenheit zu Wales. Das Meer, die Klippen, die Farben, die ursprüngliche, wilde Natur, die typischen Häuser und die Menschen...all das wird lebendig vor den Augen des Lesers.

    Ich mochte Caron und konnte sehr gut nachvollziehen, dass sie endlich wissen möchte, was damals passiert ist.
    Auch der Maler Lloyd Pierce war mir gleich sympathisch und sein Schicksal tat mir sehr leid.

    Das Buch ist ein gelungener Mix aus Spannungsroman und Familiengeschichte mit einem fesselnden und lebendigen Erzählstil, Emotionen und auch Humor.

    Also Buttermilch ist bei uns noch wieder was anderes. *fg*

    Autorin: Stevens, Amanda

    Titel: Totenrache
    Originaltitel: The Visitor
    Verlag: Bastei Lübbe

    Erschienen: 2018
    ISBN-10: 3741300845
    ISBN-13: 978-3741300844

    Seitenzahl: 428


    E-Book



    Jeder Friedhof hat eine Geschichte, und jedes Grab birgt ein Geheimnis.

    Charleston, South Carolina: Für die 28-jährige Amelia Gray sind die Toten ein wichtiger Teil ihres Lebens. Die studierte Archäologin und Friedhofsrestauratorin hat eine besondere Gabe: Sie kann Geister sehen. Diese Fähigkeit führt sie zu einem abgelegenen Friedhof, auf dem vor einem halben Jahrhundert die Opfer eines Massensuizids begraben wurden. Die Gräber sind mit merkwürdigen Zeichen versehen und die junge Frau ist die Einzige, die das Rätsel dieses unheimlichen Ortes lösen kann. Doch Amelia muss sich auch ihren eigenen Geistern stellen, und ihr Kontakt zur Zwischenwelt bringt sie und ihren Geliebten John Devlin in große Gefahr ...

    Fast drei Jahre musste ich auf die Fortsetzung der Graveyard-Reihe warten und ich war sehr froh, dass "Totenrache" endlich auch bei uns veröffentlicht wurde und sogar als Taschenbuch.
    Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn auch dieser vierte Teil, in der die Friedhofsrestauratorin Amelia im Mittelpunkt steht, hat mir wieder sehr gut gefallen.
    Amelia ist inzwischen seit einiger Zeit mit Devlin zusammen, hat aber das Gefühl, dass ihre Beziehung sich verändert hat. Genau wie sie selbst, denn ihre Gabe beschränkt sich nicht mehr allein darauf, Totengeister zu sehen. Sie hat Visionen und Vorahnungen und ihr Mentor und Freund Dr. Shaw erklärt ihr, dass sie möglicherweise eine ganz andere Aufgabe in dieser Welt hat, als bisher angenommen.

    "Nimm nichts mit. Lass nichts zurück." Das ist eine der Grundregeln auf einem Friedhof, die Amelias Vater ihr bereits früh beigebracht hat. Hat sie als Kind dagegen verstoßen und damals so bereits den Weg für sich bestimmt? Durch den Kontakt mit den Besitzern des alten Kroll-Friedhofes kommt sie auch ihrer Vergangenheit wieder ein Stück näher, was sie aber auch immer mehr in Gefahr bringt. Denn etwas ist hinter ihr her und es ist nicht nur ein Totengeist, der zurück will in die Welt der Lebenden.

    Wie schon in den anderen Büchern ist auch hier der Schreibstil der Autorin sehr bildhaft und anschaulich. Besonders die Szenen auf den Friedhöfen und Amelias Begegnungen mit den Geistern sind so lebendig geschrieben, dass man meint, man wäre dabei.

    Die ganze Geschichte ist spannend erzählt, mit unheimlichen und emotionalen Momenten. Das Ende lässt auf eine interessante Fortsetzung hoffen, denn es bleiben wieder einige Fragen offen.

    Für mich ist die Graveyard Queen Reihe eine der interessantesten Entdeckungen der letzten Jahre, da mich das Thema Friedhöfe und Geister schon immer faszinierten. Und ich hoffe, dass auch die anderen beiden Teile noch bei uns veröffentlicht werden.

    Ich würde übrigens empfehlen, vor "Totenrache" die anderen Teile zu lesen, da einem sonst ein gewisses Hintergrundwissen fehlt.

    Eine Sache hat mir allerdings das Lesevergnügen ein wenig getrübt: Es waren wirklich sehr viele Rechtschreibfehler im Taschenbuch. Ob das im E-Book auch so ist, kann ich nicht sagen.

    Autorin: Stevens, Amanda

    Titel: Totenstimmen
    Originaltitel: The Prophet
    Verlag: Bastei Lübbe

    Erschienen: 2015
    ISBN-10: 3404172108
    ISBN-13: 978-3404172108

    Seitenzahl: 384

    Schon das Cover finde ich einfach nur schön.


    E-Book



    Amelia ist nach ihrer Zeit in Asher Falls zurück in Charleston. Und hat gleich nach ihrer Rückkehr eine Begegnung mit einem Totengeist, den sie schon kennt. Der Cop Robert Fremont bittet sie um Hilfe. Er will herausfinden, wer ihn damals ermordet hat, aber als Geist stößt er auf gewisse Grenzen.
    Und auch ihr erstes Wiedersehen mit John Devlin, vor dem sie mehr oder weniger nach Asher Falls geflohen war, fällt nicht so schön aus. Sie erkennt, dass sich an ihren Gefühlen nichts geändert hat, aber seine Geister sind immer noch da und lassen ihn nicht in Ruhe. Seine Frau Mariama scheint noch aus dem Grab Ansprüche auf ihn zu erheben und versucht alles, um Amelia zu vergraulen. Devlins Tochter Shani dagegen sucht den Kontakt zu Amelia und bittet sie um Hilfe. Sie möchte endlich gehen, kann es aber nicht, da ihr Vater sie nicht loslässt.
    Während ihrer Suche nach Hinweisen auf den Mörder von Robert Fremont stößt sie auf weitere Spuren zum Unfalltod von Devlins Familie. Oder war das Ganze vielleicht gar kein Unfall? Und wie ist Mariamas Cousin Darius Goodwine, ein mysteriöser Hoodoo-Priester, in die Sache verwickelt? Hatte er ein Interesse daran, Fremont aus dem Weg zu räumen? Irgendwann kommen ihr sogar Zweifel an Devlin, aber sie kann einfach nicht glauben, dass der Mann, den sie liebt etwas damit zu tun hat.
    Beruflich kehrt sie zurück zum Friedhof Oak Grove, auf dem sie im ersten Buch "Totenhauch" ihre Arbeit unterbrechen musste, da dort ein Serienmörder sein Unwesen trieb. Nun ist es an der Zeit mit der Restaurierung des alten Friedhofes fortzufahren.

    Wie schon die beiden Vorgänger hat mir auch "Totenstimmen" sehr gut gefallen. Zum einen ist es natürlich das Thema (alte Friedhöfe, Geister), das mich sehr interessiert. Aber mir gefällt auch der Schreibstil von Amanda Stevens, sie schreibt sehr flüssig und anschaulich. Ich hatte immer das Gefühl, ich wäre direkt neben Amelia und würde alles miterleben. Besonders die Beschreibungen der alten Friedhöfe und der Stadt Charleston mit ihren Herrenhäusern und Gärten fand ich wieder faszinierend. Besonders die Szene am Ende auf dem "Friedhof" war super geschrieben.

    Und ich mag Amelia einfach. Allein schon dafür, dass sie den guten Angus gerettet und mit nach Charleston genommen hat. ;-) Und ihre Arbeit als Friedhofsrestauratorin finde ich faszinierend. Auch Devlin war mir vom ersten Buch an sympathisch.